Breites Bündnis fordert Bio für alle
Direkt am Brandenburger Tor zeigte die Bio-Branche Einigkeit: Seite an Seite forderte ein Aktionsbündnis aus Fachhändlern, Herstellern, Landwirten und Vertretern der Anbauverbände Bio für alle. Bei einem politischen Frühstück verdeutlichte das Bündnis die Bedeutung des ökologischen Landbaus. Mit dabei war auch Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir. „Wir fordern, dass für Bio-Lebensmittel null Prozent Mehrwertsteuer gilt, dass Deutschland gentechnikanbaufrei bleibt und dass 50 Prozent Bio in öffentlichen Einrichtungen umgesetzt wird”, erklärte Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei Scheitz. „Dadurch wird Bio für alle ermöglicht und der Verbraucher für seine Kaufentscheidung belohnt!“
Vor dem Hintergrund der wissenschaftlich untermauerten Bedeutung von Bio für Natur und Umwelt, Klima und Artenvielfalt, Mensch und Natur präsentierten die Andechser Molkerei Scheitz, BÖLW, AöL, LVÖ, BUND Naturschutz und weitere Vertreter vor großem Publikum ihre Forderungen an die Politik. „Mit jedem Hektar Öko-Landbau sparen wir allein für Klimafolgekosten von circa 750 Euro“, so Tina Andres, Vorsitzende des BÖLW. „Aber da Umweltschäden nicht Teil des Produktpreises sind, erscheinen die fürs Gemeinwohl teureren Produkte im Supermarkt als die vermeintlich billigen. Das muss sich ändern. Verbraucher müssen auch am Preis erkennen können, welche Produkte das Gemeinwohl stärken und für Klimaschutz und Artenvielfalt stehen.“ Wenige Tage zuvor hatte die Letzte Generation das Brandenburger Tor mit Farbe besprühte.


