Datenerhebung: BÖLW macht Branche sichtbar
Bio als Wirtschaftsfaktor: Wie viele Arbeitsplätze bietet die deutsche Bio-Branche? Wie viele Bio-Betriebe verarbeiten welche Rohstoffe? Diese Infos liegen bis jetzt nicht oder nur unvollständig vor. Um das zu ändern und das volle Potenzial der Bio-Branche auszuschöpfen, startete der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) jetzt eine Datenerhebung zu Arbeitsplätzen und Struktur der deutschen Bio-Branche. Die Ergebnisse werden Anfang 2025 vorliegen. Damit will der BÖLW im kommenden Wahljahr unterstreichen, dass Bio wesentlicher Baustein einer zukunftsfähigen deutschen Wirtschaft ist. Alle Bio-Unternehmen aus Herstellung, Verarbeitung und Handel sind aufgerufen, mit ihrem Input dazu beizutragen – gerade in dieser nach wie vor wirtschaftlich herausfordernden Gesamtsituation. „Die Bio-Lebensmittelwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil des deutschen Mittelstandes“, so BÖLW-Vorstand Volker Krause. „In Wahlkampfreden wird dieser gerne als Rückgrat der deutschen Wirtschaft gefeiert. Die Realität sieht oft anders aus.“ Anders als Konzerne habe eine Bio-Bäckerei oder eine Bio-Obstanbaubetrieb nicht das Druckmittel in der Hand, die Produktion und mit ihr die Arbeitsplätze ins Ausland zu verlegen. „Gleichzeitig sind gerade solche Betriebe, die ländliche Räume und regionale Wertschöpfungsketten stärken und damit zur vielbeschworenen wirtschaftlichen Resilienz beitragen“, betonte Krause. Die Detail-Daten zur Bio-Verarbeitung sowie die Zahl der Arbeitsplätze in Bio-Herstellung, -Handel und Bio-AHV werden von Juli bis Oktober 2024 erhoben. Dazu beauftragte der BÖLW die auf Bio und Nachhaltigkeit spezialisierte Kommunikationsagentur Harting & Tovar. Die Ergebnisse stellt der BÖLW auf der Grünen Woche und der Biofach 2025 vor.


