Demeter trennt sich von Gerber
Keine Einigung: Nach intensiven Beratungen trennt sich Demeter von seinem Bundesvorstand Dr. Alexander Gerber. Unterschiedliche Auffassungen über die künftige Ausrichtung des Verbandes seien ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen, teilte Demeter mit. Intern nennt der Verband drei wesentliche Gründe dafür, warum er Gerbers Vertrag nicht verlängert: die Führungsorganisation, die künftigen Haushaltsgestaltung sowie die Frage, wie die Mitglieder darin unterstützt werden könnten, den Absatz ihrer Produkte zu verbessern. Zwar seien Aufsichtsrat und Gerber zu einer übereinstimmenden Analyse der aktuellen Situation gekommen – aber eben mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Gerbers Tätigkeit als Bundesvorstand endet zum 31. Januar 2025. Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird ab dem 1. Februar Matthias Deppe die Leitung des Verbandes als Interims-Bundesvorstand übernehmen. Dafür legt Matthias Deppe sein Amt als Aufsichtsrat nieder. Für den eigenen Großhandel Naturkost Nord holte sich Deppe bereits Verstärkung: Nina und Robin Schritt von Kornkraft gehören seit September auch in Seevetal zur Geschäftsführung.
„Mit viel Herzblut, Geschick und Beharrlichkeit hat Alexander Gerber den Verband in den vergangenen elf Jahren geführt und entscheidend geprägt – wir verdanken ihm viel“, würdigt Aufsichtsratsvorsitzender Rolf Holzapfel die Leistungen von Gerber. Aus einer langen Liste von Erfolgen sei hervorzuheben, dass sich die Demeter-Marke unter seiner Verantwortung für Markenführung und Marketing zur bekanntesten, vertrauenswürdigsten und nachhaltigsten Bio-Marke in Deutschland entwickelt habe. Seit Juli 2013 stand Gerber als Bundesvorstand an der Demeter-Spitze, seit 2014 ist er Aufsichtsratsmitglied bei der Biodynamic Federation Demeter International (BFDI). Von 2014 bis 2024 führte er die internationale Demeter-Dachorganisation als Vize-Präsident. Von 2018 bis 2022 vertrat er zudem die Bio-Anbauverbände als Vorstand Landwirtschaft im Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Seit 2013 ist er Mitglied im Vorstand des Forschungsinstituts Biologischer Landbau e.V. (FIBL).


