Deregulierung: Özdemir sagt Unterstützung zu
Für Wahlfreiheit und Koexistenz: Cem Özdemir nahm heute in Stuttgart den Offenen Brief der Unternehmensinitiative „Lebensmittelwirtschaft für Wahlfreiheit bei Gentechnik im Essen“ entgegen. Der Noch-Landwirtschaftsminister versprach den Geschäftsführern von dm, Alnatura und weiteren Unterzeichnern, sich für ihre Forderungen einzusetzen. Stellvertretend für die Initiative übergab Lucas Rehn, Geschäftsleitung Alnatura, den von 376 Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft aus 16 EU-Ländern unterstützten Brief in einem Alnatura Markt an Özdemir. Die Unterzeichner fordern neben der Pflicht zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit auch EU-weit verbindliche, national und regional angepasste Koexistenz-Maßnahmen, Haftungsregeln gemäß dem Verursacherprinzip, einen Entschädigungsfonds für unvermeidbare Kontaminationen sowie die Verpflichtung für Gentechnik-Firmen, bei Markteinführung von Pflanzen aus Neuer Gentechnik (NGT) auch Nachweismethoden dafür bereitstellen zu müssen. „Ich bin überzeugt, wer gentechnikfrei wirtschaften möchte, muss dies auch weiterhin tun können – ohne zusätzliche Hürden. Dafür sind im Umgang mit neuen genomischen Techniken neben dem Vorsorgeprinzip drei Punkte zentral: Koexistenz, Transparenz und Wahlfreiheit, und zwar in allen Stufen. Auch die Frage der Patentierbarkeit muss gelöst werden“, so Özdemir bei der Übergabe.
Der Offene Brief ist eine Initiative der deutschen Unternehmen Alb-Gold Teigwaren, Alnatura, Andechser Molkerei Scheitz, Milchwerke Berchtesgadener Land Chiemgau, dm und Frosta. Sie werden unterstützt von: Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG), European Non-GMO Industry Association (ENGA), Bioland, Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) und dem Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN).
Foto: Minister Cem Özdemir (3. v. r.) mit Daniel Arzt (l., Junges Bioland Baden-Württemberg, Arlend Huober (2 .v. l., Huober Brezel, Lucas Rehn (3. v. l., Alnatura, Sönke Guttenberg (2. v. r., VLOG, und Kerstin Erbe (r.), dm.


