Einkaufskorb spiegelt nachhaltige Denke nicht
Fast zwei Drittel der Deutschen finden eine nachhaltige Ernährung wichtig – greifen aber weiterhin zu konventionellen Fleisch- und Milchprodukten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Splendid Research. Die Hamburger Marktforscher fanden heraus, dass sich inzwischen 18 Prozent der Verbraucher als sozial-ökologisch orientiert einstufen. Aber für fast ein Fünftel der Verbraucher entscheidet nahezu ausschließlich der Preis bei der Produktwahl. Zudem erkennen fast 40 Prozent die Notwendigkeit für nachhaltiges Handeln teilweise an, setzen aber keine Maßnahmen um. Ein Blick in die Einkaufskörbe der Deutschen unterstreicht diese Erkenntnis: Mehrheitlich kaufen Verbraucher nach wie vor konventionelle Fleisch- und Milchprodukte. Auf pflanzliche Alternativen greifen sie am ehesten in der Kategorie Milchersatz zurück. Ein Viertel entscheidet sich zumindest gelegentlich für die Alternative aus Hafer oder Soja. Lediglich 23 Prozent der Verbraucher, die überhaupt Milchersatzprodukte konsumieren, ersetzen damit vollständig das konventionelle Produkt. Im Falle der Fleischersatzprodukte fällt der Anteil mit 42 Prozent höher aus.
Splendid Research analysierte zudem das Markenimage und fand heraus, dass Rügenwalder Mühle (80 Prozent) und Alpro (70 Prozent) die bekanntesten Hersteller sind. Die Eigenmarke des Bio-Pioniers Alnatura folgt mit 56 Prozent. Immerhin 23 Prozent kauften bereits ein Ersatzprodukt von Gutfried, und ein Zehntel der Verbraucher entschied sich für Oatly. 41 Prozent der Markennutzer empfehlen zudem Edeka Bio+Vegan weiter. Zudem wird laut Analyse zahlreichen Herstellern kein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis attestiert. Dies gilt beispielsweise für den Fleischersatzanbieter Beyond Meat, der in dieser Kategorie einen der hinteren Plätze belegt. Ein in allen Kategorien herausragendes Ergebnis erreicht dagegen das noch junge Unternehmen Share.


