Greenpeace: Bio-Milch gesünder als konventionelle
Die Bio-Milch von Weidekühen macht’s: Sie enthält deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren als solche von konventionell gehaltenen Kühen, die durch Kraftfutter unnatürlich viel Milch produzieren. Das meldet Greenpeace und beruft sich auf eine Analyse von Milchproben verschiedener Marken. Alle Proben ökologisch hergestellter Milch weisen laut der Umweltschutzorganisation bis auf einen Ausreißer einen Omega-3-Fettsäuregehalt zwischen 1,1 und 1,3 g pro 100 Gramm auf. Dagegen liegen die teuren Premiummarken Landliebe, Bärenmarke und Weihenstephan, laut dieser -Greenpeace-Analyse, nur knapp über dem niedrigsten Wert von 0,5 Gramm je 100 Gramm bei konventionell hergestellter Milch.
„Bio-Milch-Hersteller setzen stärker auf Grünfutter von der Weide, das kommt durch mehr Omega-3-Fettsäuren auch der Gesundheit der Konsumenten zugute, ebenso wie solche in pflanzlichen Ölen wie Leinsamen oder Raps”, sagt Lasse van Aken, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace. „Landliebe, Bärenmarke und Weihenstephan enttäuschen dagegen. Die Laboranalyse zeigt, dass die Kühe dieser Premiummarken kaum mit Gras gefüttert werden.” Die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen und muss über Nahrungsmittel zugeführt werden. Untersuchungen schreiben ihnen verschiedene günstige Effekte im Körper zu.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Aus dem Werk, in dem die Bärenmarke-Milch hergestellt wird, stammt nach Angaben von Greenpeace auch Milch für Eigenmarken der Supermärkte. Die Laboranalyse bestätigt, dass es sich bei der Bärenmarke-H-Milch der Molkerei Hochwald um dieselbe wie die von Milsani (Aldi) handelt, bei Frischmilch aus einem anderen Bärenmarke-Werk um dieselbe wie die Ja!-Discountmilch von Rewe. „Bärenmarke bietet weder für Mensch, Tier noch Umwelt irgendwelche Leistungen, die den hohen Preis rechtfertigen”, so van Aken. „Die gleiche Milch wird im Discounter billig verscherbelt. Man kann hier von einer Mogelpackung sprechen.”


