Kornkraft befüllt Tank mit Stroh
Klimapositiv bis 2025: Dieses Ziel steuert Kornkraft Naturkost aus Großenkneten an. Gerade die Logistik, zentrales Standbein und zugleich Achillesverse, erweist sich als zentrale Stellschraube. Deswegen stellt der Bio-Großhandel seine gesamte Lkw-Flotte nach und nach auf umweltverträglichere Bio-CNG-Antriebe um. „Für uns ist Bio-CNG ein Weg zu Klimaneutralität“, so Kornkraft Geschäftsführer Jochen Schritt (MItte). „Mit Bio-Diesel haben wir bisher keine guten Erfahrungen gemacht, und Elektroantriebe können wir aufgrund der geringen Reichweite vorerst nur für unsere Kleinfahrzeuge anwenden.“ Für Kornkraft ist die jüngst angeschaffte 18-Tonnen-Zugmaschine bereits der fünfte Lkw, der mit aus Stroh erzeugtem Bio-Gas fährt.
Das Prinzip ist schnell erklärt: Wenn Stroh verrottet, entstehen Methan und andere Faulgase. Sie verfügen über ein höheres Global-Warming-Potenzial (GWP) als CO2. „Während CO2 einen GWP von eins hat, liegt der Wert bei Methan bei 28. Wird also Stroh gezielt in Gärtanks zersetzt und das Gas aufgefangen, verwertet und beispielsweise in Verbrennungsmotoren zu CO2 verbrannt, verringert sich das GWP gegenüber einem in die Atmosphäre entweichenden Methan: Der GWP-Effekt wird negativ“, erklärt Jochen Schritt. Ein so mit Bio-CNG betriebener Lkw-Motor setzt gegenüber einem Diesel-Motor ca. 90 Prozent weniger CO2 frei. So ist die Anlieferung durch den regionalen Großhandel deutlich CO2-reduziert. Das Besondere am nachhaltigen Bio-Treibstoff: Es kann mit jedem CNG-Fahrzeug getankt werden.


