Lebensmittelsektor: Impulse für Artenvielfalt
Wie retten wir die Artenvielfalt? Mit dieser Frage eröffnete Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum die zweite große Food for Biodiversity-Fachkonferenz Biodiversität im Lebensmittelsektor. Mehr als 100 Teilnehmende aus der Lebensmittelbranche trafen sich dazu vom 22. bis zum 23. Mai in Frankfurt . Die Zahlen, die Prof. Dr. Böhning-Gaesesie mitbrachte, sollten zum Handeln auffordern. Der World Economic Forum Risk Report 2023 listet Biodiversitätsverlust und den Kollaps von Ökosystemen auf Platz vier der zehn größten Risiken, mit denen Unternehmen in den nächsten Zehn Jahren rechnen müssen. Laut Weltbiodiversitätsrat sind weltweit rund eine Million Arten akut vom Aussterben bedroht. „Wir leben im Anthropozän, der Mensch verändert das Klima, verändert den pH-Wert der Ozeane, verändert die Erdoberfläche“, sagt Böhning-Gaese. „Die kombinierten Effekte von Landnutzungsänderung und Klimawandel verursachen, dass sich die negativen Effekte auf die Biodiversität multiplizieren. Machen wir so weiter wie bisher, setzt sich der dramatische Rückgang der Artenvielfalt fort.“
Welchen Beitrag kann die Lebensmittelbranche leisten, um Biodiversität besser zu schützen und zu fördern? Insgesamt 16 Vorträge, Diskussionen in Arbeitsgruppen und eine abschließende Fishbowl-Diskussion lieferten Ideen und Impulse, die über den Handel hinausreichen: Instrumente, die Landwirte und Unternehmen dabei unterstützen, Biodiversität besser zu managen, wurden präsentiert.Die Veranstaltung organisierte die Branchen-Initiative Food for Biodiversity. Sie fand im Rahmen des Projekts „Unternehmen Biologische Vielfalt – UBi“ statt, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird.


