Naturland: Einigung mit Reese
Anfang April meldete das FiBL, mit Steffen Reese einen neuen Mann in Brüssel zu haben, jetzt gibt Naturland die einvernehmliche Trennung bekannt: Nach 28 Jahren vollzogen Verband und Reese auch formal die Trennung. Die Einzelheiten gab Naturland nicht bekannt. Reese musste seinen Posten als Geschäftsführer Anfang August 2025 räumen, als Kritik an den Umständen seiner Vertragsverlängerung aufkam. Er wurde zunächst freigestellt, dann folgte die Kündigung. Im Zuge dieser Führungsquerelen kam es ebenfalls zum Austausch eines Großteils der ehrenamtlichen Verbandsführung. Naturland Präsident Eberhard Räder zeige sich zufrieden – so der Verband –, dass die Trennung von Reese im gegenseitigen Einvernehmen und auf freundschaftlicher Basis gelungen sei. „Alles andere wäre unserem langen gemeinsamen Weg für den Öko-Landbau nicht gerecht geworden“, unterstrich Räder und würdigte Reeses außerordentliches Engagement: „Steffen Reese hat die Entwicklung unseres Verbands zu einem der führenden Öko-Verbände in Deutschland und weltweit maßgeblich geprägt. Sein Einsatz für die ökologische Landwirtschaft und den fairen Handel waren in vielerlei Hinsicht wegweisend.“ Steffen Reese selbst betont: „Nach so vielen Jahren bei Naturland freue ich mich als Co-Managing Director des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL) in Brüssel ein neues Kapitel aufzuschlagen.“ Die Herausforderungen des letzten Jahres hätten gezeigt, wie wichtig Teamarbeit und klare Strukturen sein. Reese leitet nun die europäische Repräsentanz des FiBL in Brüssel gemeinsam mit Carla Pinho.


