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Newsletter 03/2019

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Inhalt

  1. Eröffnet Edeka eigene Bio-Läden?
  2. Bio-Camp in Harmonie
  3. Biokreis bleibt Fachhandel treu
  4. Bio-Importe: Pesitizide oft aus China
  5. Bioland zeigt Hofumstellung vor Ort
  6. Nährwerte: Debatte über Kennzeichnung
  7. BioOst überholt BioWest
  8. ProWein: 61.500 Besucher


1. Eröffnet Edeka eigene Bio-Läden?

Foto: Edeka 2019

Edeka plant nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung die Eröffnung einer eigenen Biomarkt-Kette. Naturkind soll das neue Format heißen. Nach dem Medienbericht hat der Handelsgigant bereits die Marke „Naturkind – Der Markt für bewussten Genuss“ angemeldet. Auch drei Logo-Varianten seien bereits ins Markenregister eingetragen. BIOwelt fragte bei Edeka nach, bekam aber keine Bestätigung. Aus Wettbewerbsgründen könne man sich dazu nicht weitergehend äußern. Derweil meldete die Lebensmittel Zeitung, dass bei Edeka bereits Shops-in-Shops diskutiert würden. Demnach könnten in großen Standorten mit mehr als 500 Quadratmetern die neuen Bio-Läden integriert werden. Bei Edeka Nord sei sogar ein Hamburger Test-Markt im Gespräch, und auch in den Regionen Südbayern und Südwest stehe Edeka den neuen Bio-Läden offen gegenüber. Eine Reaktion auf die Bio-Offensive von Lidl, Kaufland und Aldi?


2. Bio-Camp in Harmonie

Bio-Camp in Harmonie

Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019

Big Bang Bio: Unter diesem Motto fand das dritte Biolebensmittel Camp im Morgensternhaus in Fulda statt. Rund 80 Teilnehmer kamen Mitte März – kontrovers diskutiert wurde jedoch nicht. Die Akteure waren sie einig wie nie. Vielmehr stand das Wochenende im Zeichen des Austausches und der guten Laune. In den Sessions ging es um Themen wie Unternehmensnachfolge, Social Media und Nachhaltigkeit. Den Sonntag leitete Dr. Alexander Beck (AöL) mit einem packenden Vortrag über die Zukunft der Ernährung ein. Höhepunkt am Abend: ein Street Food Festival. Lesen Sie mehr in der nächsten BIOwelt.


3. Biokreis bleibt Fachhandel treu

Foto: Biokreis 2019

Nachhaltigkeit lässt sich steigern: Neo-Ökologie ist der neue Megatrend. Er sorgt für eine Neuausrichtung unserer Werte und verändert den Handel. Die Edekas und Lidls haben es erkannt. Sie buhlen mit Themen wie verantwortungsvolles Handeln, ethischer Konsum, faire Handelsbedingungen, Bio, Tierwohl, Regionalität massiv um das Vertrauen der Verbraucher. Nehmen sie den Bios jetzt ihre Vorreiterrolle ab? Lesen Sie mehr in der nächsten BIOwelt.


4. Bio-Importe: Pesitizide oft aus China

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Foto: Cocopariesienne / Pixabay 2019

Bio-Importe nicht ohne Risiko: Belastete Öko-Einfuhren kamen in 2018 vor allem aus China, aber auch aus Indien und der Türkei. Das belegt jetzt offenbar eine inoffizielle Statistik, die der taz vorliegt. Demnach betrafen 17 Prozent der rund 390 von den Mitgliedstaaten an die Europäische Kommission gemeldeten Auffälligkeiten bei Einfuhren aus Drittländern die Lebens- oder Futtermittel aus der Volksrepublik. Laut taz kamen zudem jeweils zehn Prozent der Verdachtsfälle aus Indien und der Türkei, die gerade erst mit Pestizid-Erdbeeren in die Schlagzeilen geriet. Die taz meldete ebenfalls, dass China auch mengenmäßig in 2018 vorne lag: mit einer auffälligen Menge von insgesamt 9600 Tonnen. Auf Platz zwei landete die Türkei mit 6100 Tonnen, gefolgt von der Republik Moldau mit 5300 Tonnen. 91 Prozent der Fälle hätten sich auf Rückstände von im Ökolandbau verbotenen Pestiziden bezogen. Meistens sei nur ein Wirkstoff gefunden worden – wie das unter Krebsverdacht stehende Glyphosat.


5. Bioland zeigt Hofumstellung vor Ort

Bioland zeigt Hofumstellung vor Ort

Foto: Lidl 2019

Seit Bioland-Produkte über Lidls Ladentheke gehen, reißen die Diskussionen nicht ab. Jetzt informierte sich Friedlinde Gurr-Hirsch vor Ort über die Maßnahmen zur Umstellung von konventionellen Vorgaben auf Bioland-Kriterien. Die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz besuchte den Bioland-Milchviehhof von Ralf Bund im baden-württembergischen Wertheim. „Wenn es um Milcherzeugung geht, haben wir Bioland-Bauern eine klare Regel: Unsere Kühe sollen auf die Weide, wann immer es geht. Denn der Auslauf im Grünen sorgt nicht nur für gesündere Tiere und eine artgerechte Haltung sondern auch für bessere Milch“, erläuterte Milchbauer Ralf Bund der Politikerin. Bei der Hofbegehung mit dabei war unter anderem Bioland-Präsident Jan Plagge. Sein Resümee: „Für die notwendige Ökologisierung unserer Landwirtschaft ist es sehr wichtig, heimisches, hochwertiges Bio zu honorieren und ihm auch eine breite Bühne zu schaffen.“ Als Partner auf Augenhöhe tausche sich Bioland regelmäßig mit Lidl über aktuelle Entwicklungen auf Erzeuger- und Handelsseite aus. Lesen Sie mehr in der nächsten BIOwelt.


6. Nährwerte: Debatte über Kennzeichnung

Foto: dti 2019

Wie sieht die Zukunft der Nährwertkennzeichnung aus? Mit dieser Frage beschäftigten sich Mitte März auf Einladung des Deutschen Tiefkühlinstitutes 50 Politiker sowie Vertreter von Verbänden und Verbraucherorganisationen. Im Rahmen der Frühstücksdebatte Kostbar diskutierten sie über die ideale Nährwertkennzeichnung. „Eine Kennzeichnung, die es den Verbrauchern abnimmt, selbst zu entscheiden, sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren, wird es nicht geben“, betonte Michael Stübgen, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Diese Entscheidung liege weiter bei den Verbrauchern. „Was wir erreichen wollen ist, dass die Erkennbarkeit gesunder Lebensmittel erleichtert wird, dass also die gesunde Wahl die leichte Wahl ist“, so Stübgen weiter. Dabei müsse gewährleistet sein, dass das künftige System einen Zusatznutzen für die Verbraucher bringe. Ganz so im Raum stehen lassen konnte das Jutta Gurkmann, Verbraucherzentrale Bundesverband, nicht. Sie forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Eine Kennzeichnung allein reiche nicht: „Auch eine ambitionierte Nationale Reduktionsstrategie für Zucker, Fett und Salz für Fertiglebensmittel muss umgesetzt werden, damit Lebensmittel ausgewogener werden.“ Gurkmann sprach sich für eine ressortübergreifende Ernährungsstrategie aus.


7. BioOst überholt BioWest

BioNord

Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019

Die Zeichen stehen auf Erfolg: 338 Aussteller präsentieren sich am 14. April auf der BioOst in Leipzig. Damit ist die siebte BioOst, die in diesem Jahr erstmals am neuen Standort Leipzig stattfindet, zum ersten Mal größer als die BioWest. „28 Prozent mehr Aussteller als am alten Standort Berlin – das ist ein gewaltiger Vertrauensvorschuss, über den wir uns natürlich sehr freuen“, so BioMessen-Veranstalter Wolfram Müller. Obwohl die Besucherzahlen in Berlin stetig angestiegen waren, hatten sich die Aussteller einen Standortwechsel von Berlin nach Leipzig immer wieder gewünscht. Ebenfalls gut aufgestellt ist die BioWest, die bereits eine Woche vorher, am 7. April, wie gewohnt in Düsseldorf stattfindet. Hier werden über 300 Aussteller am Start sein. Um 12 Uhr mittags wird diskutiert: Sowohl in Düsseldorf als auch in Leipzig stehen die Veranstaltungen unter dem Motto „Wir sind Bio.“


8. ProWein: 61.500 Besucher

Prowein

Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019

Positive Bilanz in Düsseldorf: Die ProWein verzeichnete erneut einen Zuwachs. Zum 25. Jubiläum der Weltleitmesse für Wein und Spirituosen kamen Mitte März rund 61.500 Fachbesucher aus Handel und Gastronomie. Besonders hoch war der Anteil an Besuchern mit Entscheidungskompetenz: Mehr als 80 Prozent beeinflussen Einkaufsentscheidungen. Die Besucher kamen aus 142 Ländern an den Rhein. Besonders groß war der Andrang in den Hallen 13 und 14: Hier präsentierten sich auch die beiden deutschen Anbauverbände Demeter und Bioland sowie Ecovin als Bundesverband ökologisch arbeitender Weingüter. Lesen Sie mehr in der nächsten BIOwelt.


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