450 Bauern demonstrieren in Österreich
450 Bauern zogen gemeinsam mit Konsumenten am 28. Mai in Österreich vors Kanzleramt in Wien. Sie fuhren mit 26 Traktoren vor und überreichten ihre Forderungen an die Bundesregierung. Aufgerufen hatte das Bündnis Zukunft Landwirtschaft nur acht Wochen nach der ersten Demonstration am 1. April. Weit mehr Bauern als erwartet machten an diesem Tag auf die fehlende Perspektive für die österreichische Landwirtschaft aufmerksam. Das Motto: „Freihandel und Inflation auf dem Rücken der Bauern und auf Kosten der Gesellschaft – Stirbt der Bauer, stirbt das Land“. Direkt vor dem Bundeskanzleramt fand eine überparteiliche Kundgebung statt. Anschließend überbrachte das Bündnis ein Forderungspapier ans Finanzministerium in der Himmelpfortgasse. Die Landwirte fordern unter anderem eine vollständige Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie, eine klare Kennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln, ein Importstopp für Agrarprodukte, die keinen EU-Produktionsstandards entsprechen sowie eine Inflationsanpassung der Bundesmittel um 27,4 Prozent sowie eine laufende Anpassung ab 2026.
Der heimische Markt stehe seit dem 1. Mai insbesondere durch Mercosur-Rindfleischimporte massiv unter Druck, so das Bündnis. Daher brauche es umgehend wirksame Schutzmechanismen, um Konsumenten vor Hormonfleisch zu schützen und gleichzeitig faire Rahmenbedingungen für die heimische Landwirtschaft sicherzustellen. Ein sofortiger Importstopp für alle Agrarprodukte, die nicht nach EU-Standards produziert werden, müsse umgesetzt werden.


