Özdemir: Nutzhanf als Chance
Die Legalisierung von Nutzhanf ist durch: Das Bundeskabinett beschloss am 25. September den von Bundesminister Cem Özdemir vorgelegten Gesetzentwurf. Mit der Änderung soll der Anbau von Nutzhanf erleichtert und der Umgang damit liberalisiert werden. Dafür wird die sogenannte Missbrauchsklausel gestrichen und der Indoor-Anbau von Nutzhanf zugelassen. „Gerade in Zeiten der Klimakrise räumen wir Landwirten, die auf ihren Feldern oder in ihren Hallen etwas Neues ausprobieren wollen, Steine aus dem Weg“, so Özdemir. „Denn Nutzhanf bietet unserer Landwirtschaft viele Chancen.“ Er enthalte kaum rauscherzeugendes THC, sei anspruchslos, brauche kaum Pflanzenschutzmittel, Dünger und Wasser. Zudem verbessere Nutzhanf Böden und biete Lebensraum für Insekten.
Nutzhanf enthält, im Gegensatz zu Konsumcannabis, wenig Tetrahydrocannabinol (THC) – erlaubt sind grundsätzlich nicht mehr als 0,3 Prozent. Im Jahr 2023 wurde die Pflanze in Deutschland auf 5.834 Hektar angebaut. Die Anbaufläche hat sich in den vergangenen Jahren nicht so vergrößert, wie es aus Sicht der Bundesregierung wünschenswert wäre. Sie führt dies auf wirtschaftliche Gründe und ein hohes Maß an Bürokratie zurück.


