Premiere-Frühling in Leipzig
Alles neu, macht in diesem Jahr der April: Erstmals öffnet die BioOst ihre Tore gleich an zwei Tagen und auch für Endverbraucher. Sie findet am 11. und 12. April in Leipzig statt – auf Wunsch der Aussteller mit Produktverkauf. Eine Woche später folgt am 19. April die BioWest in Düsseldorf. Sie bleibt, wie gewohnt, dem Fachpublikum vorbehalten. Ein wichtiges Motiv der Veranstalter für die Öffnung der BioOst: Sie wollen, mehr Menschen für Bio begeistern. Geplant ist die Messe in Leipzig erst einmal als Pilotprojekt, das sich bewähren muss. „Wir sind sehr gespannt, welche Erfahrungen wir dort machen werden und werden diese dann sorgfältig auswerten“, so BioMessen Veranstalter Wolfram Müller. Ziel von ihm und Mit-Veranstalter Matthias Deppe ist es, auch die Bio-Werte und die Geschichten hinter den Produkten zu vermitteln. In einer Zeit, in der das Thema Nachhaltigkeit politisch ausgebremst werde, sei das wichtiger denn je. „Vielen Bio-Unternehmen ist längst bewusst, dass sie die Kommunikation mit ihren Endkunden nicht einfach komplett auf den Handel abwälzen können. Und offizielle Kampagnen, die erklären, warum Bio gut für Mensch und Umwelt ist, dass man Bio-Qualität vertrauen kann usw., die wird es absehbar nicht mehr geben“, so Deppe. Der Produktverkauf diene für Aussteller nicht nur der Refinanzierung des Messeauftritts, sondern sei auch eine Möglichkeit, im direkten Kontakt mit ihrer Zielgruppe wertvolles Feedback zu Produkten aufzunehmen. Eine Öffnung für nachhaltige, aber nicht zertifizierte Sortimente, die möglicherweise den Kreis der Aussteller erweitert hätte, stand laut Veranstaltern nie zur Diskussion: „Bio ist und bleibt für uns gesetzt.“ Was die Messen hingegen bereichern soll: Mit Simone Schäfer und Julian Schmitt konnten zwei Food-Influencer gewonnen werden, die auf der BioOst in Kochshows zeigen werden, wie sich aus Bio-Zutaten unkompliziert und leckere Gerichte zaubern lassen.


