Protest in Berlin, Bonn und München gegen Taxonomie
Spontane Demos vor den EU-Vertretungen in Berlin, Bonn und München: Kaum sickerte die Entscheidung aus Brüssel durch, Atomkraft und Gas als nachhaltig einzustufen, kam es am 2. Februar zu Protesten gegen die EU-Taxonomie. Mehr als 100 Demonstranten erhoben den Vorwurf des Greenwashings und forderten die Bundesregierung dazu auf, vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen. Aufgerufen zum Protest hatten das Umweltinstitut München sowie die Klimaschutzbewegungen Fridays for Future und Parents for Future. Sie kritisieren, dass durch die Einstufung als grüne Technologien Finanzmittel in Atom- und Gaskraftwerke fließen, die eigentlich für die Transformation zu einer nachhaltigen, regenerativen Energiegewinnung gedacht sind und nun dort fehlen. „Das ursprüngliche Ziel der Taxonomie war es, Greenwashing zu verhindern, jetzt führt sie aber zum genauen Gegenteil. Das Greenwashing von Gas und Atom untergräbt die Glaubwürdigkeit des Europäischen Green Deal. Die Kommission hat es gründlich vermasselt”, so Kilian Wilhelm von Fridays for Future München. Doch noch können einzelne EU-Mitgliedstaaten den Vorschlag der Kommission stoppen und vor dem Europäischen Gerichtshof Klage einreichen. Österreich und Luxemburg kündigten diesen Schritt bereits an.


