Soja im LEH: Zu wenig Tropenschutz
Discounter können nur selten ausschließen, dass für ihre Produkte Regenwald gerodet wird. Zu dem Ergebnis kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einem Marktcheck. Sie untersuchte, woher Sojafutter stammt. Erzeuger nutzen die eiweißreichen Bohnen, um Fleisch, Eier oder Milch herzustellen. Problem dabei: Häufig kommt Soja aus Südamerika, wo artenreiche Flächen für den Anbau zerstört werden. Für den Marktcheck bewertete die DUH frei zugängliche sowie angefragte Informationen von Aldi Süd und Nord, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Rewe und Metro. Lediglich Lidl schnitt befriedigend ab – alle anderen erhielten die Note ausreichend oder mangelhaft. Nur für einen geringen Teil ihrer Produkte konnten die Discounter nachweisen, dass kein Soja aus Brandrodung verwendet wird. Eine lückenlose Nachverfolgung von Anbau bis zum Regal gelang keinem der Unternehmen.„Die Ergebnisse zeigen, dass freiwilliges Engagement der Supermärkte nicht ausreicht, um Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sicher auszuschließen“, kommentierte Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.


