Spanische Erdbeeren: Appell für Verkaufsstopp
Keine Dürre-Erdbeeren mehr aus Spanien: In einem Online-Appell fordern mehr als 140.000 Menschen von deutschen Supermärkten einen Verkaufsstopp. Initiator ist der Berliner Verein Campact. Um billige Erdbeeren für Deutschland anzubauen – so der Verein –, riskiere Spanien eine Dürre-Katastrophe in einem seiner wichtigsten Nationalparks. Nach seinen Angaben pumpen Agrarbetriebe illegal Wasser aus dem ausgedörrten Doñana-Nationalpark, um Deutschland und den Rest Europas selbst im Winter mit Erdbeeren beliefern zu können. Gerade nach dem Wahlerfolg der konservativen Volkspartei Partido Popular bei den spanischen Regional- und Kommunalwahlen am Wochenende drohe die Gefahr, dass der Wasserraub nun sogar offiziell erlaubt werde. Hauptabnehmer ist laut Compact Deutschland. Ein Drittel der Dürre-Erdbeeren lande in hiesigen Supermärkten. Deshalb wenden sich die Unterzeichner des Online-Appells an die größten deutschen Supermarktketten. „Edeka, Lidl und Co. tragen durch den Verkauf von Dürre-Erdbeeren indirekt zum Austrocknen des Doñana-Nationalparks bei. Das ist bitter“, so Friederike Gravenhorst von Campact. „Die Supermarktketten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und diese Erdbeeren aus dem Sortiment nehmen.“


