Streit um Milch-Alternativen
Pflanzliche Produkte bangen um ihre Namen: Ab März könnten strengere Regeln für die Bezeichnung veganer Alternativen gelten. Titel wie Hafermilch und Sojajoghurt sind schon seit 2017 nicht mehr erlaubt. Durch den neuen Änderungsantrag 171 wären zusätzlich Aussagen wie „pflanzliche Alternative zu Joghurt“, „wie Milch“ oder „sahnige Konsistenz“ verboten. Sogar Verpackungen, die den Milchtüten und Joghurtbecher ähneln, könnten illegal sein. Proveg und Oatly setzen sich dagegen zur Wehr: Der Veggie-Verband startete zusammen mit Herstellern eine Petition. Bisher unterzeichneten rund 113.000 Personen die Forderung, den Gesetzesentwurf zu stoppen. „Der Änderungsantrag richtet sich gegen die Absicht der EU, eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion zu fördern. Er würde es den Verbrauchern erschweren, sich für pflanzenbasierte Produkte zu entscheiden“, so Cecilia McAleavey, Public Affairs-Verantwortliche bei Oatly. „Die Verbraucher sind nicht dumm – jeder versteht, dass dies ein Versuch der Milchlobby ist, die Umstellung auf nachhaltige, pflanzenbasierte Ernährung zu verhindern.“ Im Oktober erhielt der Antrag eine Mehrheit im EU-Parlament. Rat und Kommission müssen nun zustimmen, damit die Änderung in Kraft tritt.


