Bio-Schlachthof schließt nach Tierquälerei
Nach skandalösen Bildern von gequälten Tieren schließt jetzt der Färber-Schlachthof in Neuruppin bei Berlin. Das Unternehmen will den Standort aufgeben, der Betrieb ruht bereits seit Wochen. Zunächst gab es Überlegungen, den Schlachthof umzubauen, doch nun plant Färber den Verkauf. Laut Medienberichten gab das Unternehmen bereits Mitte April die Schlachtzulassung zurück. Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros, wertet dies als Kampagnenerfolg: „Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben”, forderte er.
Insgesamt geht das Deutsche Tierschutzbüro von einer Fehlbetäubung in Neuruppin von ca. 40 Prozent aus. Besonders pikant: Der Schlachthof nahm bislang – nach Angaben der Tierschützer – an der Initiative Tierwohl teil und schlachtete primär Bio-Schweine. Abnehmer seien unter anderem die Bio Company sowie ihre Tochtergesellschaft Biomanufaktur Havelland gewesen. Auf Anfrage der BIOwelt disntanzierte sich das Unternehmen ausdrücklich von den Tierquälereien. „Jegliche Misshandlung ist für uns absolut inakzeptabel”, so die Bio Company, die nach Bekanntwerden der Vorfälle im Dezember die Belieferung aus diesem Betrieb stoppte.


