Weltklimabericht: 1,5-Grad-Ziel in weiter Ferne
Starkregen, Hitzewellen, Meerespiegel-Anstieg: Der neue Bericht des Weltklimarates (IPCC) ist alarmierend und lässt keinen Zweifel daran, dass die globale Erwärmung menschengemacht ist. UN-Generalsekretär António Guterres fordert angesichts der Warnungen des Weltklimaberichts die Politik zu raschem Handeln auf. „Die Alarmglocken sind ohrenbetäubend, und die Beweise sind unwiderlegbar”, sagte er. Die Treibhausgase erstickten den Planeten und brächten Milliarden Menschen in Gefahr. „Der Planet schwebt in Lebensgefahr”, so auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze, während Greenpeace und weitere Umweltverbände harsche Kritik an Regierung und Konzernen übten. Zu einem hohen Tempo beim Klimaschutz forderte die Klima-Allianz Deutschland die kommende Bundesregierung auf. Aus dem neuen Weltklimabericht geht hervor, dass das 1,5-Grad-Ziel bereits im Jahr 2030 überschritten werden könnte. So war das vergangene Jahrzehnt rund 1,1 Grad wärmer als die Zeit von 1850 bis 1900, über der Landfläche sogar rund 1,6 Grad.
Am Klimabericht beteiligt waren mehr als 230 Autoren aus 66 Ländern. Der Bericht birgt eigentlich keine Überraschung: Er stellt die Aktualisierung eines ähnlichen Berichtes aus dem Jahr 2013 dar und umfasst die seither in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichten Forschungsergebnisse.


