Für die Kimaneutralität müsste der Tierbestand in Deutschland halbiert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Öko-Institutes im Auftrag von Greenpeace. Dreiviertel der landwirtschaftlichen Klimagase stammen laut dieser Untersuchung aus der Tierhaltung, nur 14 Prozent aus der Erzeugung pflanzlicher Lebensmittel und rund zehn Prozent aus dem Anbau von Energiepflanzen. Die Studie zeigt, dass allein mit innovativer Technik und verbessertem Management die Klimaziele in der Landwirtschaft nicht zu erreichen sind. Ohne Abbau des Tierbestands lägen die Emissionen 2045 bei 46 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – so Greenpeace –, davon 37 Millionen Tonnen allein aus der Tierhaltung. Dabei dürfe die Landwirtschaft dann maximal insgesamt nur noch 35 Millionen Tonnen ausstoßen. „Die kommende Bundesregierung ist in der Pflicht, umgehend die Bedingungen dafür schaffen, dass die Zahl der Tiere in der Landwirtschaft deutlich sinkt. Nur dann kann sie das Klimaschutzgesetz einhalten“, sagt Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace.