ZKL veröffentlicht Abschlussbericht: Umbau anpacken
Die strategischen Leitplanken stehen: Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) veröffentlichte am 26. November in Berlin ihren Abschlussbericht. Darin betont das Gremium die dringende Notwendigkeit, innovative Lösungen für eine nachhaltige Agrar- und Ernährungspolitik zu entwickeln. Nach Ansicht der ZKL müssen dabei Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Resilienz gleichberechtigt berücksichtigt werden. „Es ist gut, dass sich die ZKL nach wie vor zu dem verbindenden Angebot bekennt, das sie in ihrem Abschlussbericht gemacht hat: ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem, das die Leistungen der Landwirte für mehr Tierwohl, die Umwelt und das Klima honoriert“, kommentierte Bundesminister Cem Özdemir. Und auch der BÖLW, Mitglied in der ZKL, steht hinter dem Abschlussbericht: „Wir begrüßen, dass die Beratungen der neuen ZKL den Abschlussbericht der alten ZKL vom Herbst 2021 bestärken“, so BÖLW-Vorstandsvorsitzende Tina Andres. „Die Ernährungswirtschaft und Politik stehen in der Pflicht, diesen Umbau endlich zu umsetzen.“ Sie sei froh, dass die ZKL die Notwendigkeit bekräftigt habe, den Einsatz umweltgefährdender Pestizide zu mindern. „Richtig ist auch, dass wir die Tierhaltung umbauen müssen – nicht allein wegen des unermesslichen Leids der Tiere, sondern auch, um der Überlastung der Böden und Gewässer durch Gülle-Einträge vorzubeugen“, betonte Andres. Zudem begrüße der BÖLW, dass sich alle ZKL-Mitglieder dafür einsetzen, dass die Finanzierung des Umbaus der Tierhaltung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf tierische Produkte erfolgen soll. Andres: „Eine darauf gegründete sichere Finanzierung gibt den umbauwilligen Tierhaltern Perspektive und trägt dazu bei, dass die Preise in Richtung der wahren Kosten der Tierhaltung gehen.


