Newsletter 1/2020 | BIOwelt

Newsletter 1/2020

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Inhalt

  1. Zoff um Kampagne von Edeka
  2. Bundespreis Ökologischer Landbau vergeben
  3. Dambacher übergibt Marktforschung
  4. Grüne Woche: Klimadebatte im Fokus
  5. Mehr Handwerk auf der Prowein
  6. Erste Bio-Brüterei in Mecklenburg
  7. Viertes World Organic Forum


1. Zoff um Kampagne von Edeka

Zoff um Kampagne von Edeka

Foto: Edeka 2020

Edeka zofft sich nicht nur mit Coca Cola, sondern legt sich jetzt auch mit den Landwirten an: Hunderte Bauern blockierten zum Start in die Woche ein Zentrallager im Ammerland, um gegen eine Kampagne von Edeka Minden-Hannover zum 100. Geburtstag zu protestieren. Der Slogan: „Essen hat einen Preis verdient: den günstigsten.“ Nicht nur Landwirte gingen auf die Barrikaden, auch Bauernpräsident Joachim Rukwied kritisierte die Werbung scharf: „Wir haben kein Verständnis dafür, dass Edeka zu seinem Jubiläum nichts anderes als ,der niedrigste Preis’ einfällt. Hier sollen hochwertige Lebensmittel verramscht werden.” Wertschätzung von Essen und Lebensmitteln erzeuge man damit nicht. Qualität und Nachhaltigkeit, oder Zusammenarbeit in der Lieferkette bringe man so nicht nach vorne.“ Und auch aus dem Agrarministerium kam ein eindeutiges Statement: „Ich kann den Ärger der Bauern verstehen. Es ist wie David gegen Goliath, wenn Bauern mit dem Handel verhandeln“, so Ministerin Julia Klöckner. „Dass gerade Lebensmittel immer wieder für Lockangebote und für Dumpingpreise herhalten müssen, kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen.“ Am Ende bade dies der Erzeuger aus, dem immer weniger bleibe. Das sei das Gegenteil von Nachhaltigkeit.


2. Bundespreis Ökologischer Landbau vergeben

Bundespreis Ökologischer Landbau vergeben

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2020

Bereits zum 20. Mal fand am 23. Januar die Preisverleihung für den Bundeswettbewerb Ökologischer Landbau statt. Im Rahmen der Grünen Woche vergab Agrarministerin Julia Klöckner in Berlin gleich drei Bundespreise. Ausgezeichnet wurden der Demeter-Hof Luna, Schloss Gut Obbach und die Solidarische Landwirtschaft Schinkeler Höfe. Die drei Betriebe erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 7.500 Euro – insgesamt bewarben sich 15 um den Bundespreis 2020. Die Stimmung auf der Verleihung war gut, auch die Ministerin gab sich ungewohnt locker. Vielleicht lag es auch daran, dass der neue Entwurf für die Öko-Verordnung jetzt vorliegt. Die finale Fassung der Durchführungsverordnung soll der Kommission bereits Mitte Februar vorliegen. Nach Aussagen der Ministerin kommt sie den deutschen Anliegen in entscheidenden Punkten entgegen.


3. Dambacher übergibt Marktforschung

Dambacher übergibt Marktforschung

Foto: Naturkosmetik Konzepte 2020

Die Grande Dame der Naturkosmetik stellt die Weichen neu: Elfriede Dambacher übergibt ihr Klassifizierungs-konzept. Seit dem 1. Januar verantwortet Marja Eckert mit ihrem Unternehmen The New das Tool für die Marktforschung. „In einer Zeit, in der Naturkosmetik das Wachstum im Kosmetikmarkt anführt, ist es wichtig, rechtzeitig den Generationenwechsel zu vollziehen“, begründete Dambacher ihre Entscheidung. 2007 hatte sie das Konzept entwickelt, mit dem sie seitdem der Naturkosmetikbranche Orientierung bietet. Ihre Nachfolgerin will sie in Zukunft weiterhin unterstützen. Eckert berät mit The New Unternehmen zu Trend- und Nachhaltigkeitsmanagement. Von Dambacher übernimmt sie nicht nur die Klassifizierung, sondern wird gleichzeitig auch Herausgeberin der Marktforschungsberichte. Dambacher widmete sich fast ihrem ganzen Berufsleben der Naturkosmetik und gilt als wichtige Netzwerkerin der Branche.


4. Grüne Woche: Klimadebatte im Fokus

Grüne Woche: Klimadebatte im Fokus

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2020

Während draußen die Traktoren rollten und Bauern demonstrierten, herrschte auch drinnen keine Einigkeit: Zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin war die Verdrossenheit groß. Längst ging es nicht mehr nur um Essen und Trinken, sondern zunehmend um Agrarpolitik und Klimawandel. Nachdem schon Bauernpräsident Joachim Rukwied bei der Eröffnungs-Pressekonferenz den Verbrauchern die Verantwortung zuschob, legte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner noch nach. Sie unterstellte ihnen weitgehende Verhaltensresistenz. Die Stimmung: emotional wie nie – auch bei Bio- und Umwelt-Verbänden. Ihr Vorwurf: Wirklich mutige Schritte der Politik fallen schwer oder bleiben aus. Die Grüne Woche eröffnete am 17. Januar – mehr als 400.000 Besucher kamen und gaben insgesamt mehr als 52 Millionen Euro aus.


5. Mehr Handwerk auf der Prowein

 Mehr Handwerk auf der Prowein

Foto: Messe Düsseldorf/C. Tillmann 2019

Craft-Bier, Craft-Spirituosen und Cider – die Prowein widmet sich vom 15. bis 17. März ausführlich handwerklichen Produkten. 120 Craft-Aussteller bringen ihre Getränke aus 24 verschiedenen Ländern zur Messe nach Düsseldorf. Insgesamt kamen 2019 rund 6.900 Händler und Hersteller von Wein, Bier und Hochprozentigem. Die Trendshow Same but different bietet 2020 zum dritten Mal neuen Kreationen eine Bühne. Gin, der die Farbe wechselt, und exotische Spirituosen gibt es dort zu sehen. Eine steigende Nachfrage beobachten die Veranstalter bei alkoholfreien Varianten, auch bei Nischenprodukten wie Mezcal, Cider oder Korn. Neu ist in diesem Jahr ein praktischer Teil: In der education school lernen Besucher, das perfekte Getränk zu mixen.


6. Erste Bio-Brüterei in Mecklenburg

Erste Bio-Brüterei in Mecklenburg

Foto: Pixabay/Congerdesign 2020

Premiere in Mecklenburg-Vorpommern: In der ersten Bio-Brüterei schlüpfen nun die Küken. Vor drei Wochen waren im Landkreis Rostock laut einer dpa-Meldung gut 25.000 Eier in die Brutapparate gelegt worden. Der Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof, einer der großen Bio-Eierproduzenten in Deutschland, errichtete die Brüterei 2019 – eigentlich sollten schon zur Jahresmitte eigene Bio-Küken an die Mitgliedsbetriebe geliefert werden. Es gab jedoch Probleme bei der Lüftungs- und Klimatechnik. Die Erzeugergemeinschaft zieht alle geschlüpften Bio-Küken auf – auch die männlichen. Die Mast der Hähnchen finanzieren sie aus dem Verkauf von Hähnlein-Eiern mit, die teurer sind als andere Bio-Eier. In diesem Jahr sollen dort rund 1,5 Millionen Küken zur Welt kommen.


7. Viertes World Organic Forum

Viertes World Organic Forum

Foto: Akademie Schloss Kirchberg 2019

Zur vierten Ausgabe des World Organic Forums (WOF) kommt von 11. bis 13. Februar viel Prominenz in die Akademie Schloss Kirchberg: José Graziano da Silva, bis 2019 Generaldirektor der FAO, Ernst-Ulrich von Weizsäcker, ehemaliger Präsident des Club of Rome, und Dr. Hans Herren, Präsident des Weltagrarberichts, referieren auf der internationalen Tagung. Partner der Veranstaltung sind IFOAM, der Club of Rome und die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Angelehnt an den Beschluss der letzten UN-Konferenz lautet das Motto in diesem Jahr: Localizing SDGs! Dahinter steckt die Idee, die Sustainable Development Goals (SDGs) als Bottom-up Bewegung in einzelnen Regionen umzusetzen. Dafür lernen die Teilnehmer Leuchtturmprojekte kennen. Ziel der Tagung ist auch die Gründung eines internationalen Netzwerks von SDG-Regionen.


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