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    Eine zweite Biowelt Als das neue Geschäft Biowelt Weißig am 11. September 2014 im Hochlandcenter in Dresden-Weißig eröffnete, begann für die Inhaberin Viola Kaufmann eine neue Ära. Neben ihre Biowelt Radeberg trat nun eine erste Filiale. Kaufmann ist trotz ihrer langen Berufserfahrung wie viele Händler im Biomarkt eine Quereinsteigerin und damit durchaus typisch für die Branche. Die gelernte Werkzeugmacherin, die später bei der Post arbeitete, kam durch ihr Elternhaus schon früh mit Biolebensmitteln in Berührung, wenn auch eher indirekt. „Meine Mutter hat mir schon als Kind Produkte aus ihrem Garten vorgesetzt. Ich habe hier schon unbewusst die konventionellen Produ…

    Für die Region Grenzen des Wachstums? Vor denen steht die Verbrauchergemeinschaft Dresden ganz konkret. Zwar zählt die Genossenschaft mit einem Umsatz von 15,8 Mio. Euro zu den erfolgreichsten Biohändlern in Sachsen, stolze 15 Prozent konnte man 2014 zulegen, jährlich stoßen 1.000 neue Mitglieder hinzu. Dennoch ist es nicht so leicht, weitere Standorte zu erschließen. „Wir suchen dringend nach einer neuen Filiale, aber im Moment können wir in Dresden nichts Passendes finden“, sagt Barbara Rische. Als Vorstandsmitglied der VG gehört sie zu den 15 Gründungsmitgliedern, die die Initiative vor 24 Jahren aus dem ökologischen Arbeitskreis der Dresdner Kirchenbezirke und d…

    Gelungene Inklusion Ca. 15 Kilometer nordöstlich von Berlin, im Landkreis Barnim, liegt Lobetal, das Zentrum der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Die Nachfolgerin der Hoffnungstaler Anstalten Lobetal blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. „Pastor Friedrich von Bodelschwingh erlebte in den überfüllten Obdachlosenasylen Berlins das Elend tausender Menschen, die unschuldig an den Rand der Gesellschaft gedrängt waren. 1905 wurde auf seine Initiative der „Verein Hoffnungstal e.V.” gegründet“, erzählt Michael Kuper, Bereichsleiter der Molkerei Hoffnungstaler Werkstätten GmbH. Bodelschwinghs Grundsatz bei der Suche nach Angeboten für Menschen, die nicht in den…

    Alles in einer Hand Wir sind auf dem Weg zum Biohof Bakenhus, der im Naturpark Wildeshauser Geest liegt und der seit 1997 nach Naturland- und inzwischen auch nach Bioland-Richtlinien ökologisch bewirtschaftet wird. Die Landschaft ist abwechslungsreich und faszinierend: Mischwälder und blühende Heidelandschaften, Moore und Sanddünen – inmitten dieser Vielfalt liegt der Biohof, der von Pächter und Biolandwirt Gustav Wolters betrieben wird. Die ökologische Kreislaufwirtschaft des Biohofes ist durch die reduzierte Stickstoffdüngung und den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel ganz im Sinne des Grund- und Trinkwasserschutzes. 2014 erhielt er für sein Engagement vom niedersä…

    Nachahmer gesucht Auf dem Dachfirst des Wohnhauses von Corinna und Heinz Loose bei Bückeburg thront ein Storchennest mit den Störchen „Lars“ und „Liesel“, alte Obstsorten gedeihen und die Wildbienen fliegen beim Insektenhaus ein und aus. Das ist das Ergebnis eines fünfjährigen Projekts, das der Bioland-Betrieb von Corinna und Heinz Loose gemeinsam mit Ökoland und der Bioland-Naturschutzberaterin Veronika Heiringhoff-Campos durchgeführt hat. Vor fünf Jahren stieg die auf dem Scheier Rethof angesiedelte Familie Loose in das vom Anbauverband Bioland konzipierte „Kulturlandplan“-Projekt ein.

    Werte vermitteln Robert Prosiegel hat eine klare Philosophie. „Ich will nicht aus Bequemlichkeit etwas einfach hinnehmen. Wenn es nicht gut ist, muss man es ändern“, sagt er. Der Fleischermeister aus dem mittelfränkischen Markt Berolzheim will deshalb der Massentierhaltung einen besseren, ethisch sauberen Weg entgegensetzen. Für seine Aktionen „Sau-Wohl“ und „Glücksrind“ hat der Slow-Food-Anhänger Hunderte Tier-Paten gewonnen – und begeistert seine Kunden mit Bioprodukten von der Altmühlfränkischen Bratwurst bis zum fleischlosen „Vetschie“. Der 61-jährige ist Metzger, und das aus Überzeugung. Aber der Genuss muss mit dem Tierwohl Hand in Hand gehen, damit neben der …