Newsletter 3/2020 | BIOwelt

Newsletter 3/2020

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Inhalt

  1. Das muss die Bio-Branche jetzt wissen
  2. Umsatzplus im LEH
  3. BioMessen erst im Sommer
  4. Pandemie: Tafeln schließen
  5. Lebensmittel: Mehr als nur Kontaminanten
  6. Kornkraft Hausmesse: 2020 im virtuellen Raum
  7. Morgenland: Neues Projekt auf Bintan
  8. Michelin-Sterne für Bioland


1. Das muss die Bio-Branche jetzt wissen

Corona Spezial: Das muss die Bio-Branche jetzt wissen

Foto: BIOwelt 2020

Welche arbeitsrechtlichen Punkte müssen rund um die Corona-Pandemie beachtet werden? Was ist versichert und was nicht? Wie sollten Bio-Ladner, Erzeuger und Verarbeiter ihr Unternehmen umstellen, um durch die Krise zu kommen? Diese und viele weitere Fragen finden Sie im Corona Spezial der Redaktionen des Convention Verlages beantwortet, das kostenlos hier zum Download steht.

Bitte beachten Sie den rechtlichen Hinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle können wir keine Haftung für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der Beiträge im Corona Spezial geben. Alle Hinweise stellen keine Rechtsberatung dar und vermögen eine Rechtsberatung durch einen Rechtsanwalt im Einzelfall auch nicht zu ersetzen. Auch können die Antworten zu medizinischen Fragen und möglichen Auswirkungen keine Beratung durch einen Facharzt oder die zuständigen Fachbehörden ersetzen.


2. Umsatzplus im LEH

Corona: Umsatzplus im LEH

Foto: Pixabay/Alexas Fotos 2020

Die Hamsterkäufe im LEH kurbeln die Umsätze an: Sie haben sich teilweise versechsfacht. Das meldete jetzt das Handelsblatt. So kam es in der letzten Februarwoche zu einem schlagartigen Anstieg, der die Umsätze in einzelnen Produktgruppen mehr als verdoppelte. Noch krasser fiel das Plus bei Desinfektionsmittels: Es lag bei 519 Prozent. Aber auch Brotmischungen boomten: Hier vervierfachte sich der Umsatz, bei Nudeln, Mehl, Reis und Fertiggerichten verdoppelte er sich. Das führte zu leeren Regalen und heizte Hamsterkäufeweiter an.


3. BioMessen erst im Sommer

Corona: BioMessen erst im Sommer

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2019

Jetzt bremst der Coronavirus auch die regionalen Messen aus: BioWest und BioOst werden aufgrund der aktuellen Situation verschoben. Mit dieser Entscheidung reagieren die Veranstalter auf die neuesten Sicherheitsbewertungen. Sie wollen mit einem klaren Statement Planungssicherheit für alle Beteiligten schaffen. Die BioOst solte eigentlich am 19. April in Düsseldorf stattfinden, die BioOst am 26. April in Leipzig. Die beiden Messen finden voraussichtlich im Sommer 2020 statt.

„Die Sicherheit der Besucher und Aussteller hat oberste Priorität für uns”, erklärt Veranstalter Wolfram Müller. „Wir haben die Entwicklungen intensiv verfolgt und waren von Anfang an im direkten Dialog mit Messegesellschaften und Behörden vor Ort. Zu diesem Zeitpunkt ist klar, dass verantwortungsvoll Handeln bedeutet, die Veranstaltungen nicht im April stattfinden zu lassen«, erklärt Veranstalter Matthias Deppe. Eine Absage der Veranstaltungen hätte zu keinem Zeitpunkt im Raum gestanden, so die beiden Messe-Macher. „Ein wichtiger Aspekt zur Bewältigung der Corona-Krise wird sein, zu gewährleisten, dass das wirtschaftliche Leben und Handeln weitergeht”, so Müller..


4. Pandemie: Tafeln schließen

Corona: Tafeln schließen

Foto: Tafeln/Monique Wüstenhagen 2020

Auch die Tafeln stellt Corona vor neue Herausforderungen: Das Virus führt bundesweit zu immer mehr Schließungen. Etwa 30 Tafeln haben bereits ihre Lebensmittelausgabe vorübergehend eingestellt. Der Grund: Rund 90 Prozent der 60.000 Ehrenamtlichen sind bereits älter und gehören damit zur besonders schützenswerten Gruppe. Die Organisatoren rufen daher dazu auf, die etwa 1,6 Millionen bedürftigen Nutzer jetzt nicht alleine zu lassen. So benötigen die Tafeln beispielsweise Unterstützung, um Lieferdienste einzurichten oder auszuweiten, Lebensmittel in Tüten oder Pakete zu packen und im Hof unter freiem Himmel auszugeben..


5. Lebensmittel: Mehr als nur Kontaminanten

Lebensmittel: Mehr als nur Kontaminanten

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2020

Lebensmittel ganzheitlich bewerten – das forderten Anfang März der Lebensmittelverband und die Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) bei einer gemeinsamen Tagung in Berlin. Dies würde eine Risiko-Nutzen-Bewertung des gesamten Lebensmittels und nicht – wie aktuell üblich – eine Bewertung des Risikos nur eines einzelnen Stoffes erfordern. „Wenn es um unerwünschte Stoffe geht, sitzen wir alle in einem Boot, Hersteller konventionell produzierter Lebensmittel ebenso wie Hersteller ökologischer Lebensmittel und Hersteller von Babynahrung“, betonte Philipp Hengstenberg, Präsident des Lebensmittelverbandes. Er forderte gangbare Lösungen, um endlich das Schlüsselproblem angehen zu können. Kritische Töne brachte unter anderem Hipp-Chef Hubertus Doms an: „Besonders in Deutschland sagt der Preis nichts aus über den wahren Wert eines Lebensmittels“, beklagte Doms. Wahre Preise sollten eine größere Rolle spielen und Lebensmittel nicht auf die Anwesenheit oder Abwesenheit eines Stoffes reduziert werden.


6. Kornkraft Hausmesse: 2020 im virtuellen Raum

Kornkraft Hausmesse: 2020 im virtuellen Raum

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2019

Für die Neuauflage der Hausmesse am 29. März greift Kornkraft jetzt zu ungewöhnlichen Mitteln: Der Naturkostgroßhändler aus Huntlosen verlegt seine 22. Messe aufgrund des Coronavirus in einen virtuellen Raum. Damit reagiert er flexibel auf die aktuelle Entwicklung und versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Im Zeitraum vom 27. bis zum 31. März können Kunden auf digitale Weise Sortiments-Neuheiten kennenlernen. Hersteller stellen sowohl Musterpakete als auch digitale Informationen zur Verfügung. Geplant ist zusätzlich ein virtueller Treffpunkt, sodass auch digital ein Austausch mit und unter den Kunden möglich ist. Informationen zu Herstellern und Neuprodukten werden über diesen Zeitraum digital in kurzen Videos vorgestellt.


7. Morgenland: Neues Projekt auf Bintan

Morgenland: Neues Projekt auf Bintan

Foto: Morgenland 2020

Mit einem neuen Projekt auf der indonesischen Insel Bintan will Morgenland nun erneut Zeichen dafür setzen, wie Bio nicht nur regional, sondern auch global Positives bewirken kann. In vier Produktionshallen entstehen dort ab sofort die Kokosprodukte des Bio-Pioniers. Die indonesischen Bio-Kokosanbauer profitieren von intensiver Beratung, Farmertrainings und einer Bezahlung, die weit über dem lokalen Durchschnitt liegt. Durch die Verarbeitung vor Ort stärkt das Projekt lokale Wertschöpfungsketten..


8. Michelin-Sterne für Bioland

Michelin-Sterne für Bioland

Foto: Bioland 2020

Nachhaltigkeit erreicht die Spitzen-Gastronomie: Michelin verteilte im März erstmals grüne Sterne für besonders ökologische Restaurants. 18 Betriebe zeichnete der Restaurantführer aus. Fünf davon tragen das Bioland-Siegel, drei sind außerdem Mitglied in der Vereinigung Biospitzenköche. Die ausgewählten Gaststätten dürfen sich mit einem blattförmigen Piktogramm schmücken, das nicht nur auf den guten Geschmack, sondern auch auf Öko-Standards hinweist. Für die Bewertung betrachten die Restaurant-Kritiker Herkunft und Transportwege der Lebensmittel sowie Anbau, Tierhaltung und Verarbeitung.


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