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Newsletter 04/2019

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Inhalt

  1. Wer an der Werbung spart….
  2. Edeka: Naturkind öffnet im Spätsommer
  3. BioOst: Weniger Besucher, gelungener Auftakt
  4. Neue Spitze bei Sonnentor
  5. Biofach: Regionalität toppt Bio nicht
  6. Großrazzia in Hanfläden
  7. Ausgezeichnete Ausbildung
  8. Forum Grüne Logistik in Berlin




1. Wer an der Werbung spart….



Foto: Netto 2019


Die Werber von Netto haben sich garantiert eine Menge bei ihrer neuen Kampagne gedacht, nach hinten ging sie trotzdem los: Ein kleiner Unverpackt-Laden kapert jetzt die knalligen Plakate, und der Discounter erntet in den sozialen Medien reichlich Spott dafür. Hintergrund: Netto wirbt mit dem Slogan „Spar nicht beim Friseur/Optiker. Spar bei Netto.“ Das Problem an der Sache ist nur, dass auf dem Plakat diverse Produkte abgebildet sind, die fast alle in Plastik stecken. Nicht gerade nachhaltig – zumal Netto gerade ordentlich damit trommelt, dass Kunden beim Einkaufen Verpackung sparen. Fand der Unverpackt-Laden aus Witten wohl auch und wirbt nun mit dem Slogan: „Spar nicht beim Discounter. Spar bei der Verpackung.“ Cleverer Schachzug für gute Werbung.

In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern und Leserinnen frohe Ostern!




2. Edeka: Naturkind öffnet im Spätsommer


 Foto: Edeka 2019


Foto: Edeka 2019


Endlich rückt Edeka raus mit der Sprache: Bereits im Spätsommer eröffnet die Handelskette in Hamburg seinen ersten eigenen Bio-Markt. Unter dem Namen Naturkind soll er laut einer dpa-Meldung von einem selbstständigen Edeka-Kaufmann betrieben werden. Zwei, drei weitere Läden seien laut Vorstandschef Markus Mosa bereits in Planung. „Dies ist der richtige Weg, weil Kunden bestimmte Sortimente in Fachmärkten suchen“, so Mosa gegenüber dpa. Wenn das Konzept funktioniere, solle damit in der genossenschaftlich organisierten Gruppe expandiert werden. „Am Start sind wir langsam, aber wenn wir ins Rollen kommen, schwer aufzuhalten“, ergänzte der Edeka-Chef. Parallel solle der Einstieg in den Drogeriemarkt, den Edeka mit der Hamburger Kette Budnikowsky vorantreibt, noch in 2019 mit bis zu 15 Märkten vor allem in Süddeutschland, eventuell auch in Berlin fortgesetzt werden.




3. BioOst: Weniger Besucher, gelungener Auftakt


BioOst


Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019


Weniger Besucher, aber eine gelungene Premiere: Insgesamt 2.033 Besucher kamen am 14. April zur BioOst nach Leipzig. In Berlin waren es in 2018 immerhin noch 2.450 – die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden. Zur Auftaktveranstaltung in Berlin kamen 2013 nur 1.750 Besucher, und auch die aktuelle Qualität der Gespräche spreche für den neuen Standort. Und noch etwas überzeugte: die Zahl der Aussteller. 338 Hersteller, darunter viele Start-ups, stellten ihre Produkte in Leipzig vor. Somit war die siebte BioOst erstmals größer als die BioWest in Düsseldorf. Eine recht kontroverse Diskussion lieferte das bewährte Format „12 Uhr mittags“: Mit dabei waren Elke Röder, BNN, Franziska Geyer, Ökotopia, Malte Reupert, Biomare Leipzig, und Stefan Mutter, Freiland Puten Fahrenzhausen – die Moderation übernahm Detlef Harting von Harting + Tovar. Beim Thema „Wir sind Bio“ deutlich formuliert wurde die Sorge, dass den Bios gerade die Butter vom Brot genommen werde. Und zwar von den Konventionellen, die sich derzeit als Trittbrettfahrer mit Bio profilieren würden – obwohl die eigentlichen Taktgeber für Bio doch nach wie vor ganz andere seien. Malte Reupert forderte: „Wir müssen belegen können, dass wir die nachhaltigeren Unternehmen sind. Behaupten können das die Großen besser.“




4. Neue Spitze bei Sonnentor


Sonnentor


Foto: Sonnentor 2019


Sonnentor hat ab sofort eine neue Geschäftsführung: Bio-Pionier Johannes Gutmann zieht sich teilweise aus dem Tagesgeschäft zurück und setzt auf fachkundige Verstärkung in der Führungsebene. Ans Ruder lässt er die bisherigen Prokuristen Manuela Raidl-Zeller, Gerhard Leutgeb und Klaus Doppler. „Ich bleibe weiterhin Teil der Geschäftsführung, werde mich aber vermehrt aus dem Tagesgeschäft zurückziehen“, erklärt Gutmann und begründet dies wie folgt: „Ich möchte noch mehr Zeit mit meiner Familie verbringen, das ist mir sehr wichtig. Damit auch meine Enkelkinder noch die Chance haben in einer gesunden Umwelt aufzuwachsen, möchte ich mich auch verstärkt gesellschaftspolitisch engagieren. Der erste Schritt ist meine Unterstützung beim Klimavolksbegehren und ich habe noch weitere ‚Spinnereien‘ in Planung.“ Die neuen Geschäftsführer von Sonnentor kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Manuela Raidl-Zeller fokussierte sich bisher auf die Werteentwicklung des Unternehmens, Gerhard Leutgeb hatte fast zwei Jahrzehnte die Obhut über die Finanzen und Klaus Doppler verantwortete Personalfragen.

Johannes Gutmann baute drei Jahrzehnte lang als Bio-Pionier ein nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Unternehmen auf. Von der One-Man-Show zum international agierenden Unternehmen. Allein in Österreich wurden dadurch 330 Arbeitsplätze geschaffen.




5. Biofach: Regionalität toppt Bio nicht


BioFach


Foto: Biofach 2018


Regionalität ist nicht das neue Bio. Diesen Schluss zieht die Biofach nach der Auswertung ihres Kongresses Stadtlandbio. Zwei Tage lang hatten sich im Februar anlässlich der Weltleitmesse Vertreter aus Kommunen in Nürnberg getroffen. Zum 30. Geburtstag der Biofach rückte der Kongress das Thema „Mehr Bio, mehr Region, mehr Zukunft – Ernährungswende durch Stadt-Land-Vernetzung“ in den Fokus. Ein Fazit der Teilnehmer: Eine Vernetzung von Stadt und ländlichem Raum sei notwendig – aber nur auf Augenhöhe. Und: Die Branche braucht neue Absatzmärkte für Bauern und Lebensmittel-Handwerker. Als zentraler Punkt stellte sich vor allem die Doppelrolle von Kitas, Kindergärten und Schulen heraus: Hier sei nicht nur eine verstärkte Aufklärung über Ernährung und Landwirtschaft gefragt, sondern auch ein höherer Anteil an Bio-Essen. Veranstaltet wurde der Kongress von der Nürnberg Messe gemeinsam mit der Biometropole Nürnberg, dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), dem Netzwerk Deutsche Bio-Städte sowie Organic Cities Network Europe. Die Zusammenfassung von Stadtlandbio gibt es unter unter www.stadtlandbio.de




6. Großrazzia in Hanfläden


Hanf


Foto: Pixabay / Herbalhemp 2019


Alles nur Schikane? Mit allen juristischen Mitteln will sich Wenzel Cerveny, Betreiber von bayernweit fünf Hanf-Läden, gegen eine Großrazzia wehren. Am 11. April hatte ein enormes Polizeiaufgebot in drei seiner Ladengeschäfte in München und Baldham (Landkreis Ebersberg) den Betrieb lahmgelegt und Waren im Wert von über 100.000 Euro beschlagnahmt. Im Raum München wurden mit 180 Polizisten und elf Staatsanwälten 14 Läden aufgesucht. Die Aktion von Münchner Staatsanwaltschaft und Polizei sei völlig überzogen gewesen. „Wir haben nichts zu verbergen. Für alle Produkte lagen Analysen vor“, betont Wenzel Cerveny, geschäftsführender Gesellschafter der DCI Cannabis Institut GmbH (München). Alle fünf Hanfläden waren bereits einen Tag später wieder geöffnet.




7. Ausgezeichnete Ausbildung



Ausgezeichnet


Foto: Beumer & Lutum 2019


Die Berliner Bio-Bäckerei Beumer & Lutum ist von der Bundesagentur für Arbeit Berlin Süd als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet worden. Mit der Verleihung des offiziellen Zertifikates für Nachwuchsförderung 2019 wurde das inhabergeführte Unternehmen für sein hervorragendes Engagement in der Ausbildung gekürt. Der Bio-Bäckereibetrieb bildet aktuell 17 junge Menschen aus. Dies in den Berufen Konditor, Bäcker und Fachverkäufer. Bereits 2018 konnten zwei Auszubildende ihre Ausbildung sogar mit Auszeichnung bestehen, einer von ihnen wurde zudem noch als Landessieger im Berufszweig Bäcker und Konditor von der Handwerkskammer Berlin ausgezeichnet.






Grüne Logistik


Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2018


Bereits zum dritten Mal lädt der BNN zum Forum Grüne Logistik ein. Mehr als 100 Teilnehmer treffen sich am 28. Juni in Berlin auf dem Gelände der Terra Naturkost KG an der Gradestraße. Das Forum Grüne Logistik dient auch diesmal wieder als Ausstellungsplattform und Diskussionsforum. Es richtet sich an Logistik-Praktiker, die im Rahmen des Forums die Gelegenheit haben, mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit neue Strategien auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Logistik zu erörtern. „Uns ist es wichtig, die Logistikfachverbände und die Speditionen mit ins Boot zu holen, um mit vereinten Kräften die Politik kurzfristig zu wirklich nachhaltigen Maßnahmen zu motivieren“, so Meinrad Schmitt, Mitveranstalter des Forums und Geschäftsführer der Terra Naturkost.




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Register: Amtsgericht Osnabrück HRB 201180
USt. ID: DE 257 146 213

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