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BIOwelt Newsletter 6/21

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Newsletter 6/2021

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Inhalt

  1. Festakt mit Klöckner – ohne Künast
  2. Jeder siebte Hof arbeitet ökologisch
  3. BNN: Neue Ausrichtung, niedrigere Beiträge
  4. Klöckners Tierwohllabel gescheitert
  5. Mehrheit von Wojnar geht an Vivatis
  6. Bioland gewinnt 25 neue Gastro-Partner
  7. Fair Friends auf 2022 verschoben
  8. Mit E-Lastenrädern durch Berlin
  9. Biopark feiert 30. Geburtstag
  10. Heigl bleibt an Naturland-Spitze
  11. Online-Kochkurs mit Viktor Gerhardinger
  12. Öko-Feldtage: Neuer Termin für 2022
  13. Demeter rückt im Westen zusammen
  14. Bio-Schlachthof schließt nach Tierquälerei
  15. Voelkel für Vogelschutz




1. Festakt mit Klöckner – ohne Künast



Foto: BMEL/Chaperon 2021


Zu einem hybriden Festakt lud Agrarministerin Julia Klöckner am 22. Juni ein. Anlass: der 20. Geburtstag des Bio-Siegels im September. Renate Künast, die das Siegel 2001 eingeführt hatte, war nicht mit dabei: Sie hatte im Vorfeld lediglich eine standardisierte Rundmail als Einladung bekommen und war nicht als Ehrengast für den Festakt vorgesehen. Erst auf den letzten Drücker erhielt Künast eine Erinnerung aus dem Ministerium: Wenn sie schnell sei, könne sie sich noch einen der letzten Plätze in der Station in Berlin sichern.

Dabei war es Renate Künast, die das staatliche Bio-Siegel mit einer großen Kampagne eingeführt hatte. Lesen Sie mehr…




2. Jeder siebte Hof arbeitet ökologisch



Foto: Pixabay/Analogicus 2019


Noch hat der Öko-Landbau sein Ziel nicht erreicht, doch der Trend setzt sich fort: Jeder siebte Betrieb arbeitet jetzt ökologisch. Das teilte Bundesagrarministerin Julia Klöckner mit, die am 22. Juni die aktuellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau 2020 vorstellte. „Eine Fläche von umgerechnet über 123.000 Fußballfeldern ist allein im vergangenen Jahr hinzugekommen”, sagte die Ministerin. So stieg der Umfang der ökologisch bewirtschafteten Fläche in 2020 um 5,5 Prozent. Das entspricht rund 88.000 Hektar. Insgesamt beträgt sie damit aktuell in Deutschland 1,7 Millionen Hektar. Das ist ein Anteil von 10,3 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Innerhalb von fünf Jahren gab es einen Zuwachs um fast 60 Prozent: Im Jahr 2015 lag der Anteil bei 6,5 Prozent. Auch die Anzahl der Öko-Höfe nahm zu: Sie wuchs im Vergleich zu 2019 um rund 3,6 Prozent und beträgt nun etwa 35.400 Betriebe. Das entspricht 13,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe. „Die Entwicklung stimmt: Der konventionelle Anbau wird immer nachhaltiger, der Ökolandbau effizienter”, resümierte Klöckner. Das eigentliche Ziel jedoch sieht anders aus: Bis 2030 peilt die Bundesregierung entsprechend ihrer Nachhaltigkeitsstrategie einen Anteil von 20 Prozent Öko-Landbau an.




3. BNN: Neue Ausrichtung, niedrigere Beiträge



Foto: BNN 2021


Die Neuausrichtung des Bundesverbandes Naturkost Naturwaren (BNN) wird greifbarer: Im November kündigte er die Weichenstellung unter dem Titel Viva Attacke an – jetzt beschäftigen sich sechs Arbeitsgruppen bis Juni 2022 in zwei Themenfeldern mit einem anderen Zukunftsbild für Verband und Branche. Politischer soll es werden, sozial engagierter und mit einer anderen Form des Wirtschaftens im Fokus. Zudem senkt der BNN seine Mitgliedsbeiträge für kleinere inhabergeführte Läden und greift ihnen bei ihrer Transformationsarbeit unter die Arme. Das beschlossen die Mitglieder Mitte Juni während einer digitalen Versammlung. „Dies ist ein Signal an die Vielzahl der inhabergeführten Fachhandelsgeschäfte, aus denen unsere heute so lebendige Branche hervorgegangen ist”, so BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel. „Wir werben für noch mehr Beteiligung im BNN und eine Stärkung unserer Basis als Branche.“ Parallel setzt der BNN seine Kampagne Öko statt Ego bis Ende 2023 fort.

In Rahmen der Mitgliedsversammlung fanden auch die Gremienwahlen statt. Nach Ablauf seiner zweijährigen Amtszeit in seiner Vorstandstätigkeit bestätigt wurde Volkmar Spielberger (Foto re.). Auf eigenen Wunsch scheidet hingegen Tina Andres aus dem BNN-Vorstand aus. Sie übernimmt im November den BÖLW-Vorsitz von Dr. Felix Prinz zu Löwenstein. Für das freigewordene BNN-Amt wählten die Mitglieder mit großer Mehrheit Thomas Hölscher (Foto li.) von Naturkost Erfurt. Bei der Wahl des Kuratoriums wurde Sascha Damaschun (Bodan Großhandel für Naturkost GmbH)  Nachfolger von Thomas Hölscher. Erneut bestätigt wurden Michael Radau (Superbiomarkt AG), Sylvia Haslauer (La Vida – Ihr BioMarkt), Susanne Arndt, (Biogarten Handels GmbH), Lukas Nossol (Dennree GmbH), Erwin Winkler (Herbaria Kräuterparadies GmbH) und Stephan Becker (Cosmondial GmbH & Co. KG).





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4. Klöckners Tierwohllabel gescheitert



Foto: BMEL 2021


Es war Julia Klöckners Prestigeobjekt, jetzt ist es krachend gescheitert: Das geplante staatliche Tierwohllabel ist vom Tisch. Um es bis zum Ende der Legislaturperiode durchzuboxen, hätte das Thema spätestens vergangene Woche auf der Tagesordnung des Bundestags stehen müssen. Das ist nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa) nicht der Fall gewesen. Grund für das Scheitern: Die SPD legte sich quer. SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte der dpa, die vorliegenden Entwürfe seien „absolut ungenügend“. Daher stimme die SPD nicht zu. Miersch pochte erneut auf eine verpflichtende Kennzeichnung, für die sich auch Tierschutz- und Öko-Anbauverbände einsetzen.

Bereits 2019 hatte das Kabinett Gesetzespläne der Agrarministerin auf den Weg gebracht. Seitdem wird erbittert darüber gestritten. Klöckners Pläne zielten auf ein Logo, das Anbieter auf freiwilliger Basis nutzen können, um wie beim Bio-Siegel höhere Standards als gesetzlich vorgegeben auf der Packung hervorzuheben. Dafür müssten sie sich dann aber an verbindliche Kriterien halten – bei der Haltung im Stall sowie auch bei Transport und Schlachtung. Kritiker hatten vor allem moniert, dass die Kriterien vor allem in der ersten Stufe nicht streng genug seien.




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5. Mehrheit von Wojnar geht an Vivatis



Foto: Vivatis 2021


Wieder wechselt ein Bio-Unternehmen den Besitzer: Die Lebensmittelgruppe Vivatis übernimmt 74 Prozent am österreichischen Traditionsunternehmen Wojnar. Voraussetzung ist allerdings, dass die Bundeswettbewerbsbehörde ihre Zustimmung erteilt. Das meldete jetzt die Bezirksrundschau. Mit dann rund 3.400 Mitarbeitern zählt Vivatis zu den größten rein österreichischen Unternehmen in der Lebensmittelbranche. Laut Medienberichten will Vivatis den Neuerwerb, bekannt für seine Bio-Brotaufstriche, als tragende Säule seines Frische-Convenience-Segments etablieren. Gemeinsam mit Vivatis werde Wojnar unter der bisherigen Geschäftsführung weitergeführt. Gerald Hackl (Foto), Vorstandsvorsitzender der Vivatis Holding AG, betonte, dass er glücklich sei, einen österreichischen Partner mit gleichen Werten und Visionen gefunden zu haben.
Zur Vivatis Holding gehören 2.616 Mitarbeiter und insgesamt 24 Konzerngesellschaften. Die Holding erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 804 Millionen Euro mit einer Exportquote von 20 Prozent. Rund 560 Mitarbeiter beschäftigt die Wojnar-Unternehmensgruppe und erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 90 Millionen Euro.




6. Bioland gewinnt 25 neue Gastro-Partner



Foto: Bioland 2021


Nach dem Lockdown profitiert nun auch die Gastronomie vom Trend zu mehr Nachhaltigkeit: Aktuell zählt Bioland bereits 25 neue Gastro-Partner in diesem Jahr. Dazu gehören sechs Betriebe aus Bayern sowie jeweils fünf aus Baden-Württemberg und Südtirol. „Die Pandemie-bedingte Zwangspause haben viele Gastronomen genutzt, um sich grundlegend mit ihrem Konzept und Belieferungsstrukturen zu beschäftigen,” bewertet Sonja Grundnig, Leiterin Außer-Haus-Markt bei Bioland, die Situation. Die stark gestiegene Nachfrage der Verbraucher nach heimischen Bio-Lebensmitteln beim Einkaufen mache sich nun also auch in den Profiküchen bemerkbar. Ganz so rosig sieht es allerdings im Außer-Haus-Markt insgesamt nicht aus: Nach einer Schätzung des BÖLW kommt der Bio-Anteil auf gerade einmal knapp einen Prozent.




7. Fair Friends auf 2022 verschoben



Foto: Fair Frinds/Wolfgang Helm 2020


Eigentlich wollte sie ihr Programm erweitern, jetzt ist sie abgesagt: Die Fair Friends findet erst 2022 statt. Nächster Termin für die Nachhaltigkeitsmesse ist vom 26. bis zum 28. August 2022 in Dortmund. Diese Entscheidung sei, so die Messe Dortmund, in einem engen Austausch mit den Ausstellern gefallen. Alle Ticketreservierungen für den ursprünglich geplanten Messetermin im August 2021 verfallen automatisch.





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8. Mit E-Lastenrädern durch Berlin



Foto: Bio Company 2021


Künftig können die Berliner Kunden der Bio Company ihren Einkauf umweltfreundlicher nach Hause transportieren: Der Filialist stellt ihnen für größere Einkäufe und sperrige Artikel, wie Getränke, Blumenerde oder Grillkohle, neue E-Lastenräder zur Verfügung. Dadurch kann der individuelle CO2-Abdruck beim Einkaufen reduziert werden. Die dreirädrigen E-Lastenräder sind per Avocargo-App aktivierbar und auch für ungeübtere Fahrer geeignet. „Wir müssen in der Stadt neue Wege finden, um den CO2-Ausstoß zu senken. Mit unserem Beitrag möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit bieten, leichter auf Alternativen umzusteigen“, sagt Boris Frank, Leiter Marketing der Bio Company.

Das Start-up Avocargo baut derzeit seine Infrastruktur in der Osthälfte des Berliner S-Bahn-Innenringes aus. Bis 2022 soll auch der Westteil der Stadt erschlossen sein. Geplant ist zudem, die Flotte auch auf weitere Städte auszubauen. Ganz kostenlos ist dies aber nicht: Pro Stunde kostet das Sharing-E-Lastenrad um die sieben Euro, die Bio Company gibt einen Bonus von drei Euro ab einem Einkaufswert von 30 Euro hinzu.





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9. Biopark feiert 30. Geburtstag


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Foto: Biopark 2021


Biopark e.V. feiert seinen 30. Geburtstag. Der ökologische Anbauverband wurde am 28. Juni 1991 auf Initiative von Prof. Heide-Dörte Matthes sowie 16 weiteren Mitgliedern aus Landwirtschaft und Wissenschaft in Karow gegründet. 2005 ernannten sie Prof. Matthes zur Ehrenvorsitzenden. Inzwischen ist der Verband bundesweit aktiv und in Bezug auf die Fläche der drittgrößte Öko-Anbauverband in Deutschland. Die Schwerpunkte liegen in der Weidetierhaltung, hier vor allem in Mutterkuhhaltung und Rindermast. Zum Biopark gehören zudem Milchvieh-, Veredlungs- und Gemischtbetriebe sowie Ackerbau- und Gemüsebetriebe. Hinzu kommen Verarbeiter: vom Bäcker über Fleischer bis hin zu Caterern und Restaurants. 2004 gründeten fünf Biopark-Betriebe und deren elf konventionelle Nachbarn die nach Angaben des Verbandes erste deutsche gentechnikfreie Region zwischen Warbel und Recknitz mit einer Fläche von fast 10.000 Hektar.

Auf Initiative von Biopark wurde 2011 in Kooperation mit Partnern der Naturschutzstandard „Landwirtschaft für Artenvielfalt“ entwickelt. Pünktlich zum internationalen Tag der Artenvielfalt am 22. Mai 2021 begrüßte der Verband den 100. Betrieb im Projekt „Landwirtschaft für Artenvielfalt“: den Betrieb Vahle aus Uckerland in der Uckermark.




10. Heigl bleibt an Naturland-Spitze



Foto: Naturland 2021


Hubert Heigl bleibt als Naturland-Präsident auch künftig an der Spitze des Öko-Verbands, der mittlerweile in 60 Ländern weltweit aktiv ist. Der Öko-Landwirt aus der Oberpfalz (Mitte) wurde während der Delegiertenversammlung Anfang Juni einstimmig für vier Jahre wiedergewählt. Als Vizepräsident steht erneut Hans Bartelme (Baden-Württemberg) zur Verfügung. Frauke Weissang (Italien) vertritt im neuen Präsidium die internationalen Naturland-Betriebe, erstmals mit dabei ist Marion Bohner. Am längsten gehört Peter Warlich zum Präsidium: Der Ackerbauer aus Sachsen-Anhalt wurde bereits zum vierten Mal wiedergewählt.

Im Rahmen der hybriden Delegiertenversammlung verabschiedeten die Delegierten unter anderem eine Satzungsänderung, um die Verbandsarbeit im Online-Format auch für die Nach-Corona-Zeit rechtlich abzusichern. Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl forderte Heigl: „Es darf keinen Stillstand mehr geben. Die künftige Ausgestaltung der GAP muss sich konsequent an der langfristigen Umweltwirksamkeit der geförderten Maßnahmen orientieren, wie dies der Öko-Landbau mit seinem ganzheitlichen Ansatz vormacht.“





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11. Online-Kochkurs mit Viktor Gerhardinger



Foto: Herbaria 2021


Drei-Gang-Menü via Livestream: Mit einem interaktiven Online-Kochkurs am 25. Juli startet Herbaria ein neues Angebot. Sternekoch Viktor Gerhardinger aus dem vegetarischen Restaurant Tian in München kocht mit den Teilnehmern ein veganes Menü. Im Mittelpunkt steht das Thema „Alles von der Rübe“. Sämtliche Bio-Zutaten für den vierstündigen Kurs liefert die Herbaria Kräuterparadies GmbH in einer Box, dazu gehören vier vorportionierte Bio-Feinschmecker Gewürze. Der Kurs beinhaltet nicht nur den Livestream aus verschiedenen Kameraperspektiven, sondern auch einen Chat für Fragen, ein Live-Feedback vom Sternekoch und die Möglichkeit, Bilder zu schicken. Die Aufzeichnung des Livestreams als Video steht den Teilnehmern 180 Tage online zur Verfügung. Der zweite Gewürz-Kochkurs findet am 16. September statt. Das Thema dann: Geflügelküche. Partner für die Kurse ist die Online-Kochschule One Chef in Hamburg.





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12. Öko-Feldtage: Neuer Termin für 2022



Foto: FiBL 2020


Gute Nachrichten von den Öko-Feldtagen: Der neue Termin für  2022 steht fest. Sie finden vom 28. bis zum 30. Juni 2022 auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacher Hof in Villmar statt und wurden von zwei auf drei Tage erweitert. „Wir blicken mit großer Vorfreude und Zuversicht auf 2022“, sagt Projektleiter Carsten Veller von der FiBL Projekte GmbH. „Wir gehen davon aus, dass der neue Milchviehstall auf dem Gladbacherhof bis zur Veranstaltung steht“, so Veller. Die Bauarbeiten sind in vollem Gang. Der neue Stall bietet künftig Platz für bis zu 128 Kühe. Die Ausstellungsfläche ist schon vorbereitet, sodass die Anlage der Demoparzellen im Herbst 2021 wieder neu beginnen kann. Ausstellungs- und Versuchsflächen werden auf einem weitläufigen Gelände von fast 20 Hektar präsentiert: mit zahlreichen Programmpunkten wie Maschinenvorführungen, Fachforen und Forschungsvorhaben im Pflanzenbau und in der Tierhaltung.

Die Öko-Feldtage mussten in diesem Jahr trotz viel Platz und umfassendem Hygienekonzept aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Noch zum Jahresende hatte die FiBL Projekte GmbH, Veranstalter der Öko-Feldtage, vor, das Branchentreffen auf drei Tage auszuweiten. Dadurch sollte sich die Besucherzahl pro Tag verringern.




13. Demeter rückt im Westen zusammen




Copyright: Yool GmbH & Co. KG


Nächster Schritt zur Neuaufstellung von Demeter: Die drei Landesarbeitsgemeinschaften Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/Saarland und Hessen wachsen zusammen und werden zu Demeter im Westen. Das offizielle Gründungstreffen auf dem Birkenhof in Wilnsdorf am 10. Juni 2021 diente als Auftakt für diese Neuausrichtung. Den Vorstand des neuen Vereins bilden Hans von Hagenow, Eckard Jungclaussen und Ute Rönnebeck aus NRW, Paul Brandsma, Bernd Pflüger und Martin Müller-Lindenlauf aus Rheinland-Pfalz/Saarland sowie Christine Haberlach, Michael Weiler und Andrea Schürgers aus Hessen. Weitere Vertreter aus dem Bereich Verarbeitung und Handel werden auf der Mitgliederversammlung des neuen Vereins gewählt. Ute Rönnebeck ist als Vertreterin von Demeter im Westen im Gesamtvorstand vertreten. „So können wir noch besser regionale Strukturen stärken, voneinander lernen und vor allem gemeinsam die Biodynamische Wirtschaftsweise weiterentwickeln“, sagt Demeter Vorstand Johannes Kamps-Bender, der vor Ort zur Neugründung gratulierte.




14. Bio-Schlachthof schließt nach Tierquälerei




Foto: Pixabay/AFnewsagency 2021


Nach skandalösen Bildern von gequälten Tieren schließt jetzt der Färber-Schlachthof in Neuruppin bei Berlin. Das Unternehmen will den Standort aufgeben, der Betrieb ruht bereits seit Wochen. Zunächst gab es Überlegungen, den Schlachthof umzubauen, doch nun plant Färber den Verkauf. Laut Medienberichten gab das Unternehmen bereits Mitte April die Schlachtzulassung zurück. Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros, wertet dies als Kampagnenerfolg: „Jetzt müssen die Täter hart bestraft werden, Tierquälerei darf nicht folgenlos bleiben”, forderte er.

Insgesamt geht das Deutsche Tierschutzbüro von einer Fehlbetäubung in Neuruppin von ca. 40 Prozent aus. Besonders pikant: Der Schlachthof nahm bislang – nach Angaben der Tierschützer – an der Initiative Tierwohl teil und schlachtete primär Bio-Schweine. Abnehmer seien unter anderem die Bio Company sowie ihre Tochtergesellschaft  Biomanufaktur Havelland gewesen. Auf Anfrage der BIOwelt disntanzierte sich das Unternehmen ausdrücklich von den Tierquälereien. „Jegliche Misshandlung ist für uns absolut inakzeptabel”, so die Bio Company, die nach Bekanntwerden der Vorfälle im Dezember die Belieferung aus diesem Betrieb stoppte.




12. Voelkel für Vogelschutz




Foto: Joachim von Ramin 2021


Für mehr Artenvielfalt setzt sich Voelkel ein: Der Bio-Pionier weihte am 14. Juni einen Lehrpfad ein. Rund um seinen Firmensitz im niedersächsischen Pevestorf informieren jetzt kleine Tafeln über heimische Steglitz, Eisvogel und Co. Damit will Voelkel auf die Gefährdung der Tiere aufmerksam machen. Prominente Unterstützung bekam der Bio-Hersteller dafür von Techno-DJ und Biologe Dominik Eulberg (Foto). Er verarbeitet nicht nur Vogelstimmen in seiner Musik, sondern engagiert sich als Nabu-Pate für den Vogelschutz. „Nur was der Mensch liebt, schützt er auch“, sagte Eulberg bei der Eröffnung. Für Voelkel schrieb er Texte zu den Arten und vertonte deren Gezwitscher. Das Ergebnis können sich Besucher des Lehrpfades per QR-Code auf den Tafeln anhören – oder direkt bei Youtube. Auch Eulbergs Frau Natalia Eulberg wirkte mit: Sie übernahm das Design der Tafeln sowie für das Sammelheft, das Voelkel in Bio-Läden verteilt. Hefte, Videos sowie der Lehrpfad sind Teil von Voelkels Kampagne „Vielfalt entdecken“ im Fachhandel.




Impressum:
Presserechtlich verantwortlich für den Newsletter von BIOwelt ist die
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E-Mail: vanbraak@biowelt-online.de
Internet: www.biowelt-online.de
Telefon: +49 (0) 541 580544-47
Telefax: +49 (0) 541 580544-99

Sitz der Gesellschaft:
Bergstraße 81 • 44791 Bochum
Telefon: +49 (0) 234 915 271-1
Telefax: +49 (0) 234 915 271-19

Registergericht:
Amtsgericht Bochum
HRB 19193
Ust.-Id. Nr.: DE 257 146 213
Geschäftsführer: Trond Patzphal

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