Newsletter 11/2019 | BIOwelt

Newsletter 11/2019

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Inhalt

  1. Politischer Wind auf Schloss Kirchberg
  2. Höhenflug bei Lidls Bio-Umsatz
  3. Demeter schärft Profil: You will grow
  4. Petition für Kennzeichnung von CO2
  5. Hipp beliefert Kitas
  6. Bodan kürt Gewinner
  7. Regionale Wertschöpfung auf dem Prüfstand
  8. Doppelspitze bei Bioland Bayern


1. Politischer Wind auf Schloss Kirchberg

Politischer Wind auf Schloss Kirchberg

Foto: BIOwelt/ Heike van Braak 2019

Die Latte für die zweiten Öko-Marketingtage auf Schloss Kirchberg lag hoch – aber die Neuauflage toppte die Premiere noch. 230 Besucher kamen, und die Teilnehmerliste las sich wie das Wo is who der Bio-Branche. In diesem Jahr wehte auf dem Schloss ein deutlich politischerer Wind als noch 2018. Zwei Tage lang waren die Auswirkungen des Klimawandels präsent – und die Forderung nach einem beherzten Handeln und politischen Rahmenbedingungen. Einer der Höhepunkte: Bioland-Präsident Jan Plagge forderte die Teilnehmer auf, endlich mit alten Feindbildern aufzuräumen. Polarisierung sei ein Luxus, den sich die Branche auf dem Weg zur Transformation nicht mehr leisten könne.


2. Höhenflug bei Lidls Bio-Umsatz

Höhenflug bei Lidls Bio-Umsatz

Foto: Lidl 2019

Seit einem Jahr gibt es Bioland-Produkte bei Lidl – jetzt zieht der Discounter eine erste positive Zwischenbilanz. „Unser Bio-Umsatz wächst im höheren zweistelligen Bereich“, so Jan Bock, Geschäftsleiter Einkauf bei Lidl Deutschland. „Umfragen zufolge konnten wir Kunden von konventionellen Produkten zu Bio bewegen.“ Für den Discounter ein Ansporn zu mehr: Er plant gemeinsam mit Bioland in den kommenden Monaten weitere Umstellungen von Frische-Produkten auf den Bioland-Standard und die Aufnahme zusätzlicher Lieferanten über alle Warengruppen hinweg. „Unser Ziel ist, dass Bio- und Bioland-Produkte zukünftig häufiger die erste Wahl und ein fester Bestandteil jedes Einkaufs sind“, betonte Bock. Positiv fällt auch die Bioland-Zwischenbilanz aus: „Es ist großartig, dass dadurch weitere Verbraucher für den Mehrwert der heimischen Bioland-Qualität sensibilisiert wurden und werden“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. „Davon profitiert die gesamte Bio-Branche vom Landwirt über die verschiedenen Einzelhändler bis hin zum Konsumenten.“ Lidl setze für die Zukunft der ökologischen Landwirtschaft im Rahmen der Bioland-Stiftung bald noch einen Schritt früher in der Wertschöpfungskette an. Der Discounter sagte bereits seine Unterstützung für die Stiftung ab Januar 2020 zu.


3. Demeter schärft Profil: You will grow

Demeter schärft Profil: You will grow

Foto: Demeter 2019

Selbstbewusst, anders, moderner: Demeter präsentierte während der zweiten Öko-Marketingtage auf Schloss Kirchberg seine neue Kommunikationskampagne. Der Claim: You willl grow. Ab 2020 setzt sie den Fokus auf innere Werte und qualitatives Wachstum. Und warum auf Englisch? „Weil die Kampagne eingebettet ist in eine weltweite Strategie der Demeter-Bewegung”, betonte Demeter-Vorstand Dr. Alexander Gerber in Kirchberg. „Demeter ist stark genug, das weltweit zu transportieren, und wir Deutsche sind selbstbewusst genug, dass auf Englisch zu tun.” Der Klimawandel zwinge dazu, beherzt und schnell zu handeln, und wer in die Breite gehe, müssse sein Profil schärfen. Protagonisten der Kampagne sind nicht nur Bauern, sondern auch Unternehmen wie Völkel oder Holle. „Wir brauchen einen guten Kompass, der uns durch gesellschaftliche Debatten und Hypes auf unser Ziel hinführt“, bewertet Gerber die derzeitige Situation. „Das Ziel ist eine enkeltaugliche Landwirtschaft, die hochwertige Lebensmittel für alle erzeugt. Ziel ist auch eine Lebensmittelwirtschaft, die den Bauern sowie allen, die in der Wertschöpfungskette mitarbeiten, ein Auskommen bietet, und ermöglicht, dass sie ihre Ideale in ihrer täglichen Arbeit leben. Unser Kompass sind die Werte, für die wir als Demeter stehen. Nun wollen wir diese Werte auch in unserer Kommunikation nach außen wieder stärker in den Mittelpunkt rücken.“


4. Petition für Kennzeichnung von CO2

Petition für Kennzeichnung von CO2

Foto: Oatly 2019

Eine Kennzeichnung des CO2-Fußabdrucks auf Lebensmitteln – das fordert der Hersteller Oatly. Er startete eine Petition, um innerhalb von vier Wochen mindestens 50.000 Unterschriften zu sammeln. Bis zum Ende der Aktion am 13. November unterzeichneten 57.065 Personen – genug Stimmen, damit sich der Petitionsausschuss des Bundestags mit der Idee beschäftigen muss. Oatly selbst druckt bereits CO2-Äquivalente auf seine Produkte. Mit großen Plakatwänden und via Social Media hatte der Hersteller von Milchalternativen für die Petition geworben. Auch Fridays for Future Aktivistin Luisa Neubauer unterstützte auf Twitter dabei.


5. Hipp beliefert Kitas

Hipp beliefert Kitas

Foto: Hipp 2019

Hipp weitet sein Geschäftsfeld auf Krippen, Kindergärten und Horte aus. Rund 100 Einrichtungen beliefert der Hersteller bereits mit Bio-Essen – Tendenz steigend. 2018 kamen die neuen Produkte auf den Markt, inzwischen bietet Hipp 130 verschiedene Bio-Gerichte für Kinder an. Zur Auswahl stehen ganze Mahlzeiten, aber auch einzelne Komponenten wie Nudeln oder Reis. Zudem bietet der Hersteller einen kompletten Speiseplan an, der nach den Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert ist. Demnach bekommen die Kinder täglich eine Portion Gemüse, viel Getreide und höchstens zweimal pro Woche Fleisch. Auf Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und Aromen verzichtet Hipp. Für Kinder unter drei Jahren gibt es außerdem speziell mild gewürzte Rezepturen.


6. Bodan kürt Gewinner

Bodan kürt Gewinner

Foto: Bodan 2019

Die Sieger der Ideenwettbewerbs Zukunftslabor Fachhandel stehen fest: Mit dabei sind Bio am See aus Friedrichshafen, Biowelt Schlessmann aus München, Bio Oase aus Bad Wörishofen, Naturell aus Lindau und Purnatur aus Kempten. Die 20 Gewinner kommen vor allem aus dem Süden Deutschlands. Sie überzeugten die Jury mit innovativen Ideen, die den Fachhandel stärken sollen. Dafür erhalten sie ein Jahr lang finanzielle Unterstützung und Coachings von Bodan und 20 weiteren Herstellern – im Gesamtwert von 50.000 Euro. Der Großhändler stellte die Sieger am Vorabend seiner Hausmesse am 26. Oktober in Friedrichshafen vor. Am 18. und 19. November startet das Zukunftslabor in Überlingen am Bodensee. 2020 sollen die Pilotprojekte starten, Mitte des Jahres werden sie präsentiert. Über Folgeformate denke Bodan bereits nach, so Geschäftsführer Sascha Damaschun.


7. Regionale Wertschöpfung auf dem Prüfstand

Regionale Wertschöpfung auf dem Prüfstand

Foto: Landesverband Regionalbewegung 2019

Knapp 40 Mitglieder des Netzwerkes Regionalitätsstrategie NRW diskutierten Anfang November in der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte die notwendigen strukturellen Veränderungen für den flächendeckenden Ausbau regionaler Vermarktung. Ihr Fazit: Was fehle, seien breit gefächerte Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für den Aufbau regionaler Wirtschaftskreisläufe in den Regionen sowie Anlaufstellen, die Landwirte mit Handwerksbetrieben und engagierten Verbraucher vernetzen. An Thementischen und im Speeddating mit der Politik diskutierten die Netzwerkpartner, wie konkret Weiterbildung und Unterstützungsstrukturen für eine Förderung regionaler Vermarktung natur- und umweltschutzverträglich erzeugter und handwerklich verarbeiteter Produkte gestaltet werden könnten. Die Regionalbewegung NRW arbeitet diese Ergebnisse auf und bringt sie in den Landesdialog Regionalitätsstrategie NRW ein. Ziel ist es, Mitte 2021 eine mit den Netzwerkpartnern abgestimmte Strategie mit Vorschlägen und Maßnahmenpaketen vorlegen zu können.


8. Doppelspitze bei Bioland Bayern

Doppelspitze bei Bioland Bayern

Foto: Bioland 2019

Die neuen Vorsitzenden für den Bioland Landesverband Bayern stehen fest: Josef Wetzstein und Oliver Alletsee übernehmen gemeinsam die Leitung, um die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Delegierten wählten die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter am 7. November in Augsburg während der Landesversammlung. Wetzstein ist bereits seit 1991 Verbandsmitglied, während der letzten 15 Jahre als hauptamtlicher Leiter. Er will sein Amt bereits nach der Hälfte der fünfjährigen Wahlperiode zur Neuwahl stellen, damit die Doppelspitze zeitversetzt Nachfolger bekommt. Alletsee startete 2015 als Koordinator der Beratung im Verband, seit 2016 ist er Geschäftsführer des Bioland Erzeugerrings Bayern e.V. Mit 2.600 Betrieben ist Bioland Bayern der mitgliederstärkste Landesverband im Gesamtverband Deutschland.


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