Newsletter 10/2019 | BIOwelt

Newsletter 10/2019

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Inhalt

  1. BioMessen legen weiter zu
  2. Edeka eröffnet erste Naturkind-Standorte
  3. Biofach: Auftakt mit Jane Godell
  4. Öko-Test: Mineralöl in veganen Burgern
  5. Schönfärberei der Textilindustrie
  6. Barnhouse übergibt an Hipp
  7. Neues Siegel für Kälberaufzucht
  8. Berlin eröffnet Kantine Zukunft


1. BioMessen legen weiter zu

BioMessen legen weiter zu

Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019

Das Fazit der BioMessen für den Herbst fällt positiv aus: 4.847 Fachbesucher kamen allein nach Augsburg – und somit 0,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Um fast zwei Prozent stieg die Zahl der Aussteller auf insgesamt 514. Nach Hannover kamen 4.095 Besucher und 412 Aussteller. „Die BioSüd ist für die traditionell starke Bio-Branche in Süddeutschland im Herbst einfach gesetzt“, stellt BioMessen-Veranstalter Wolfram Müller fest. Neben den etablierten Lieferanten der Branche präsentierten sich zahlreiche junge, noch unbekannte Bio-Marken mit innovativen Sortimenten. Gesprächsthemen gab es wieder reichlich – zum Beispiel die neue BNN-Kampagne „Öko statt Ego”, die in Augsburg vorgestellt wurde. Bereits zum dritten Mal fand im Rahmen des Ausstellerabends die Verleihung des Förderpreises „Mehr Bio für morgen“ statt. Zu den Gewinnern zählt ein Start-up, das auch BIOwelt schon auffiel: Bio Balkan. Ebenfalls einen Förderpreis erhielt Kultursaat – ein Verein, der seit Jahrzehnten Grundlagenarbeit für ökologische Pflanzenzucht leistet. Mit einer besonderen Anerkennung zeichneten die BioMessen in Augsburg das Start-up Grünerdüngen sowie den Hersteller Sonett aus.


2. Edeka eröffnet erste Naturkind-Standorte

Edeka eröffnet erste Naturkind-Standorte

Foto: BIOwelt / Heike van Braak 2019

Bio trifft Industriedesign: In Hamburg-Altona eröffnete Edeka am 10. Oktober den ersten Bio-Fachmarkt Naturkind – ein zweiter ging zeitgleich im bayerischen Dinkelsbühl an den Start. In der Hansestadt gibt es in historischen Güterhallen 7.000 Produkte auf 500 Quadratmetern. Nachhaltige Materialien und bekannte Bio-Marken wohin der Kunde schaut. Dazu viel Frische und Regionales, große Bedienungstheken, Convenience, eine Salatbar und die Milch-Tanke von Bauern aus Schleswig-Holstein. Für das Preiseinstiegssegment liegen Alnatura-Produkte in den Regalen – an Eigenmarken denken die Edekaner vorerst nicht. Mit zwei Fachmärkten sei das derzeit nicht notwendig.


3. Biofach: Auftakt mit Jane Godell

Jane Godell eröffnet Biofach

Foto: Biofach/ Vincent Calmel 2019

Die Eröffnungsrede für Biofach und Vivaness 2020 steht fest: Dr. Jane Goodall wird am 12. Februar in Nürnberg eine Keynote halten. Die renommierte Wissenschaftlerin ist als Umweltaktivistin und für ihre Forschung über Schimpansen bekannt. 2002 ernannte der UN-Generalsekretär Kofi Annan sie zur UN-Friedensbotschafterin, 2004 verlieh Queen Elizabeth II. ihr den Titel der Dame Commander of the Order of the British Empire. „Goodall ist eine tief beeindruckende und inspirierende Frau, die wie keine für den Artenschutz steht und damit kaum näher an den Werten der Bio-Branche sein könnte“, so Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsleitung der Nürnber Messe.


4. Öko-Test: Mineralöl in veganen Burgern

Öko-Test: Mineralöl in veganen Burgern

Foto: Lidl 2019

Durchgefallen: Öko-Test nahm 18 vegane Burger unter die Lupe – mehr als die Hälfte wies Mineralölrückstände auf, jeder dritte Patty Gentechnik-Anteile. Auch der gehypte Beyond Meat Burger kommt bei den Testern nicht gut weg. Er erhielt trotz seines guten Geschmacks nur die Note ausreichend, weil auch in ihm – laut Öko-Test – ein „stark erhöhter Anteil“ an Mineralöl nachgewiesen werden konnte. Insgesamt vergaben die Tester an vier Produkte ein Sehr gut, zwei erhielten die Note gut, vier ein Befriedigend. Ebenfalls vier Produkte schafften nur ein Ausreichend. Vier Produkte fielen durch: Drei bewerteten die Tester mit Mangelhaft, eines sogar mit Ungenügend. Alle geprüften Burger, die Fleisch oder Fisch imitieren, stammen aus einem mehr oder weniger aufwendigen Produktionsprozess. Anders – so das Fazit – sei es kaum möglich, pflanzliche Proteine in fleisch- oder fischähnliche Strukturen zu verwandeln.


5. Schönfärberei der Textilindustrie

Schönfärberei der Textilindustrie

Foto: Pixabay/Wokandapix 2019

Discounter setzen auf den Grünen Knopf als erstes staatliches Siegel, und große Modeketten werben mit nach Umweltstandards produzierten Kollektionen. Ein Blick hinter die Kulissen warf jetzt die ARD-Reportage „Exklusiv im Ersten“ und enthüllte dabei Schönfärberei. So entstehen bei der Herstellung eines einzigen Kilos Kleidung rund 20 Liter Farbwasser, die in Billiglohnländern wie Bangladesch die Flüsse leuchtend rot, blau oder lila färben und nebenbei jegliches Leben im Wasser abtöten. Verwendet wird es dennoch: um Vieh zu tränken und Feder zu bewässern – auf dem Gemüse wächst, das auch in heimischen Supermärkten landet. Doch die Reportage zeigt mehr: Pro Kopf gibt der Durchschnittsdeutsche 900 Euro für Kleidung aus – gerade einmal 20 Prozent der Kleidung in den Schränken wird auch getragen. 60 Prozent der produzierten Stücke landet innerhalb von einem Jahr auf dem Müll. Angekurbelt von den Moderiesen, die mittlerweile pro Jahr 24 Kollektionen auf den Markt bringen.


6. Barnhouse übergibt an Hipp

Barnhouse übergibt an Hipp

Foto: Pixabay/Tabea Jaichalt 2019

Der Babykosthersteller Hipp baut sein Müsligeschäft weiter aus: Konzernchef Stefan Hipp und sein Bruder Sebastian übernehmen Barnhouse zum 1. November. Die Müslimacher aus Bayern gaben bekannt, dass sie froh seien, zwei Pioniere als Nachfolger gefunden zu haben, denen Bio sehr am Herzen liege. Ihnen sei zudem wichtig, dass Barnhouse im Fachhandel und der Standort Mühldorf sicher bleibe.


7. Neues Siegel für Kälberaufzucht

Neues Siegel für Kälberaufzucht

Grafik: Provieh 2019

Kuh und Kalb gehören zusammen, finden die Demeter Heumilchbauern und der Verein Provieh. Sie entwickelten deshalb ein neues Siegel, das ab dem 1. Oktober für mehr Transparenz im Handel sorgen soll. Es steht für die kuhgebundene Kälberaufzucht, konkret bedeutet es: Das Kalb durfte mindestens vier Wochen bei seiner Mutter oder einer Amme bleiben. Die Regelungen gelten für männliche wie weibliche Kälber. Normalerweise trennen Landwirte die Tiere kurz nach der Geburt von ihrer Mutter, um Krankheiten vorzubeugen. Zudem verhindern sie damit eine Bindung zwischen den Kühen, die bei einer späteren Trennung Stress verursacht. Allerdings bekommen die Kälber so keine Zuwendung, was dem natürlichen Verhalten der Tiere widerspricht. Mit dem neuen Siegel wollen Provieh und die Heumilchbauern einerseits das Tierwohl fördern, andererseits einen Dialog über die artgerechte Aufzucht von Kälbern anstoßen. Fraglich bleibt, ob das zusätzliche Label Verbrauchern tatsächlich hilft, oder nur noch mehr Verwirrung im Siegel-Dschungel stiftet.


8. Berlin eröffnet Kantine Zukunft

Berlin eröffnet Kantine Zukunft

Foto: BIOwelt/Heike van Braak 2019

Bio in Frankreich: Von 20. bis 22. Oktober findet in Paris die Natexpo statt. Die größte Bio-Messe des Landes erwartet rund 1.000 Aussteller, 250 davon aus dem Ausland. Neben Lebensmitteln präsentieren sie auch Hygieneprodukte, Haushaltswaren und Nahrungsergänzungsmittel. Die jährlich stattfindende Messe bietet den geschätzten 15.000 Besuchern eine Reihe an Veranstaltungen: Zum Programm zählen Vorträge, Workshops und Foren zu verschiedenen Themen wie Kosmetika und Öko-Trends. Außerdem erhält das beste, neu eingeführte Bio-Produkt den Natexpo Award.


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